Mehr Geld für die Rettung. Rettungsdienstbeitrag wurde von 4,80 Euro pro Einwohner auf 12 Euro erhöht, Appell für Mitarbeit beim Roten Kreuz. Beitritt zur ARGE Traisental ebenso abgesegnet.

Von Gabi Zeller. Erstellt am 22. Juni 2019 (03:24)
NÖGKK
Die Leistungen der NÖ Gebietskrankenkasse stellten Case-Managerin Karin Thron, die Leiterin des Service-Centers Lilienfeld, Martina Schweidler, und Stellvertreterin Veronika Zuser (2. bis 4. v. l.) dem St. Aegyder Gemeinderat, im Bild Bürgermeister Karl Oysmüller sowie die geschäftsführenden Gemeinderäte Manfred Meissinger und Robert Stix (v. l.), vor.

Geeint zeigten sich die Parteien bei der letzten Gemeinderatssitzung vor dem Sommer. Bis auf einen Tagesordnungspunkt gingen alle Beschlüsse einstimmig über die Bühne.

Mit einer Stimmenthaltung des ehemals der FPÖ zugehörigen Gemeinderates Jerome Frühauf, welcher auf andere Varianten von Rettungsdiensten verwies, wurde eine Neuvereinbarung eines Rettungsdienstbeitrages gemäß § 3 Absatz 6 der NÖ Rettungsdienstordnung beschlossen.

„Bis dato zahlte die Gemeinde 4,80 Euro pro Einwohner jährlich an das Rote Kreuz Traisental, für 2019 wurde aufgrund des massiven defizitären Abgangs im Haushaltsjahr 2018, welcher auf ein flächenmäßig großes Einzugsgebiet mit verhältnismäßig geringer Bevölkerungsdichte zurückzuführen ist, der Beitrag in allen Gemeinden des Bezirkes auf 12 Euro angehoben“, berichtet Bürgermeister Karl Oysmüller.

Durch die bereits beschlossene Subvention seitens der Gemeinde für die Bezirksstelle St. Aegyd in der Höhe von 12.000 Euro ergebe sich dadurch ein Mehraufwand von 1.874.40 Euro, rechnet der Ortschef vor.

Manfred Meissinger, geschäftsführender Gemeinderat und Leiter der Rot-Kreuz-Bezirksstelle St. Aegyd, ergänzt: „Es geht hier um unsere Einwohner, wir sind als Gemeinde verantwortlich für einen rasch funktionierenden Rettungsdienst. Es wurde von meiner Seite sehr viel in diese Richtung unternommen, im Bezug auf Einsatzzeiten konnte eine klare Verbesserung erzielt werden.“

Die Bezirksstelle St. Aegyd sei besetzt, wenn jedoch ein Notfall und ein normaler Rettungstransport zeitgleich abgewickelt werden müssen, könne es manchmal zu Wartezeiten beim Krankentransport kommen, räumt Meissinger ein. Er appelliert ebenso wie Bürgermeister Oysmüller für eine freiwillige Mithilfe der Bevölkerung, um auch künftig einen funktionierenden Rettungsdienst gewährleisten zu können.

Neues Gefährt für „Essen auf Rädern“

Abgesegnet wurde auch der Grundsatzbeschluss zur Beitrittserklärung der ARGE Traisental, wodurch eine Förderung diverser Projekte optimiert werden soll. Eingereicht wurden etwa Projekte wie die Sanierung der Radroute Ulreichsberg-Fadental, des Geländers am Radweg Gscheid oder auch Instandhaltungsmaßnahmen an der Radbrücke in Mitterbach.

Ebenso einstimmig angenommen wurde eine Unterstützung über 6.000 Euro zum Ankauf eines neuen Fahrzeuges für „Essen auf Rädern“, das am 17. Juli um 15 Uhr im Rahmen eines Festaktes seiner Bestimmung übergeben wird. „Essen auf Rädern“ sei eine wichtige Einrichtung in der Gemeinde, betont Ortschef Oysmüller: „Wir sehen uns verpflichtet, diese zu unterstützen.