Venedig-Besuch als Startschuss für die Feiern im Pyrker-Jahr

Erstellt am 14. Mai 2022 | 05:49
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Die Delegation um Pater Pius Maurer (neben der Türe links) sowie die Bürgermeister Wolfgang Labenbacher (l.) und Christian Leeb (r.) wurde von Francesco Moraglia, dem Patriarchen von Venedig, zu einer Privat-Audienz empfangen.
Foto: privat
Delegation des Stifts Lilienfeld um Abt Pius wurde vom Patriarchen von Venedig empfangen. Nun kommt der Erzbischof von Eger nach Lilienfeld.

Im Stift Lilienfeld steht das heurige Jahr im Zeichen von Abt Johann Ladislaus Pyrker, der 1772 geboren wurde und von 1812 bis 1819 Vorsteher des Lilienfelder Klosters war. Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um das 250-Jahr-Jubiläum des bedeutendsten Lilienfelder Abtes war nun die Venedig-Reise einer Delegation um Abt Pius Maurer.

Als Höhepunkt des Italien-Besuchs galt eine Privat-Audienz bei Francesco Moraglia, der seit 2012 Patriarch von Venedig ist. Der Konnex: Johann Ladislaus Pyrker fungierte von 1820 bis 1827 selbst als Patriarch der „Stadt des Wassers“.

„Unsere Reisegruppe ist als offizielle Delegation von Lilienfeld, Türnitz und Umgebung nach Venedig gefahren, um anlässlich des Jubiläumsjahres zum 250. Geburtstag von Abt und Patriarch Johann Ladislaus Pyrker den heutigen Patriarchen von Venedig zu grüßen, ihn um seinen Segen zu bitten und unsere Verbundenheit durch die Lebensgeschichte Pyrkers auszudrücken“ schildert Abt Pius als geistlicher Leiter der Venedig-Fahrt.

Typische Gaben aus der Region übergeben

Abt Pius überreichte dem Patriarchen im Palazzo Patriarcale, dem Gebäude links vom Markusdom, typische Gaben aus der Lilienfelder Region, konkret aus der „Speis“, dem Selbstbedienungsladen in Traisen, sowie eine Kerze mit dem Wappen und dem Bildnis von Johann Ladislaus Pyrker.

Der Patriarch grüßte die Gruppe herzlich, besonders die beiden Bürgermeister Wolfgang Labenbacher und Christian Leeb, und gab der Gruppe einige geistliche Gedanken mit, indem er auf den heiligen Markus hinwies, dessen Person zu verehren und dessen Evangelium zu verbreiten für die Kirche von Venedig eine besondere Aufgabe sei.

„Er bat, besonders in diesen Tagen, für den Frieden zu beten, und wies auf die baldige Seligsprechung von Papst Johannes Paul I. hin, der als einstiger Patriarch von Venedig auch für die religiösen Besucher Venedigs von Bedeutung sei“, gewährt Abt Pius weitere Einblicke in das Treffen. Der Patriarch von Venedig erteilte allen den Segen und übergab den Teilnehmern einen gesegneten Rosenkranz mit dem Bild der „Madonna Nicopeia“. Diese ist das älteste Marienbild Venedigs und befindet sich im Markusdom.

Die Begegnung mit dem Patriarchen sei ein Erlebnis gewesen, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Labenbacher. Imposant war auch der Saal des Palazzo Patriarcale, der von Gemälden des venezianischen Malers Tintoretto zum Leben der heiligen Katharina von Alexandrien geschmückt ist.

Weiter gehen die Pyrker-Festlichkeiten schon am kommenden Sonntag mit einer Festmesse mit Erzbischof Csaba Ternyák von Eger in der Stiftsbasilika Lilienfeld.