Hohenberg

Erstellt am 16. Januar 2019, 18:53

von Gila Wohlmann

Vermisste Skitourengeher sind geborgen!. Erkundungstrupp fand die beiden Skitourengeher am Hohenberger Gschwendt unter einem Schneebrett auf 1.000 Meter Seehöhe.

Helfer bei der Suche nach den Skitourengehern. Die beiden Männer, die seit 5. Jänner vermisst wurden, konnten leider nur noch tot geborgen werden.  |  Alpinpolizei

Die Suchaktion nach den beiden vermissten Tourengehern am Hohenberger Gschendt konnte heute beendet werden.

NÖN online berichtete: Heute Vormittag ist ein Erkundungstrupp aufs Hohenberger Gschwendt zur Lageerkundung gestartet.

„Nach rund zwei Stunden hat plötzlich das  Lawinenverschüttetensuchgerät angeschlagen, das Signal wurde immer konkreter“, berichtet Michael Hochgerner, Leiter  der Alpinpolizei Niederösterreich, der sich heute persönlich an der Tour beteiligte. Ebenso suchten drei Bergretter und ein alpinerfahrener guter Freund der Vermissten.

Nachdem man genau lokalisieren konnte, wo die beiden sein könnten, wurden umgehend alle weiteren Maßnahmen wie Sondieren und Graben gesetzt. Mit Erfolg: Auf rund 1.000 Metern Seehöhe - auf einer etwas entlegenen Abfahrt in Richtung Steinparztal - konnten die  beiden Männer aus dem Bezirk Krems (54 und 58 Jahre) entdeckt werden. Nachdem ja beide seit 5. Jänner vermisst waren, gab es keine Rettung mehr für sie. „Sie befanden sich in rund drei Metern Tiefe unter dem Schnee. Vermutlich hat sie ein Schneebrett erfasst“, bedauert Hochgerner, den tragischen Ausgang dieser Skitour und  spricht im Namen aller Helfer den Angehörigen Beileid aus.  Die beiden Männer wurden bereits geborgen.

Die beiden Skitourengeher waren mit Lawinenverschüttetensuchgerät und einer sogar mit einem Lawinenairbag, der aber nicht ausgelöst hat, ausgerüstet, wie die Bergrettung berichtete. Die Verstorbenen wurden von der Bergrettung mit Akjas ins Tal gebracht, eine Taubergung war wegen nahestehender Bäume nicht möglich.

Heute herrschte am Hohenberger Gschwendt noch immer Lawinenwarnstufe drei. Von Skitouren und anderen Unternehmungen wird daher derzeit noch dringend abgeraten.