Traisen

Erstellt am 14. März 2018, 05:05

47-Jähriger hortete Kinderpornos auf seinem Computer. 47-Jähriger lud sich verbotenes Bildmaterial mit Minderjährigen herunter. Er hat selbst Kinder.

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Man sollte mit sehr fragwürdigen und dazu noch verbotenen Hobbys nicht prahlen. Das wurde einem Mann aus Traisen zum Verhängnis.

Der 47-Jährige hat eine pädophile Neigung und lud sich Unmengen an kinderpornografischem Material herunter. Ein wirkliches Fehlverhalten sah er darin sichtlich nicht, doch aufgrund eines Hinweises bei der Exekutive geriet der Mann ins Visier der Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich. Eine Hausdurchsuchung bestätigte dann auch, was ihm vorgeworfen wurde.

Die Ermittler stellten bei ihm Unmengen an Dateien mit Minderjährigen in pornographischen Darstellungen sicher. Diese hatte er auf einer Extra-Festplatte gespeichert, in der Hoffnung, dass seine Kinder diese Bilder nicht sehen würden. Es soll auch durch ihn bislang zu keinen Übergriffen auf die Minderjährigen gekommen sein. Der bislang in diesem Deliktsbereich unbescholtene Mann wurde angezeigt.

„Es wurden sofort die weiteren Schritte zur Abklärung der Kindeswohlgefährdung durchgeführt.“ Franz Kemetmüller, Bezirkshauptmann

„Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat die Jugendhilfe der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld in den Fall eingebunden. Es wurden sofort die weiteren Schritte zur Abklärung der Kindeswohlgefährdung durchgeführt“, bestätigt dazu Lilienfelds Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller.

Dieser Mann ist nicht der einzige, der in den letzten Jahren im Bezirk Kinderpornos gehortet hat. 2013 wurde ein 18-jähriger Lehrling wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen überführt. Er forderte sie via SMS oder E-Mail auf, von sich Nacktbilder oder obszöne Videos zu übermitteln. Auf der Festplatte des Netbooks sowie auf dem Smartphone des Beschuldigten wurden 662 Bilddateien und zehn Videodateien des Mädchens sichergestellt.