FF-Chef bezwang zwei Sechstausender in den Anden. Zusammen mit fünf Bergkameraden war Feuerwehr-Chef Walter Weninger in den Anden unterwegs. Jetzt berichtet er davon.

Von Markus Zauner. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:01)
Am Gipfel des Cerro Austria (5.321 Meter) in Bolivien, der ebenfalls bezwungen wurde: Walter Weninger, Thomas Tröstl, Andreas Leitner, Heinz Lang und Florian Schweiger.
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Seit seiner Lehrzeit ist Walter Weninger leidenschaftlicher Bergsteiger. Es begann mit dem Klettern, sukzessive steigerte sich der heute 58-Jährige bis zum Höhenbergsteigen.

Im Basislager am Illimani auf 4.500 Metern Höhe posierten Florian Schweiger und Walter Weninger.
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Von seinem jüngsten großen Erlebnis, der Besteigung von Sechstausendern in den Anden, berichtet Weninger nun in einem Vortrag (Details in der Info-Box). „Die Idee wurde nach einem Jahr Planung durchgeführt“, schildert Weninger, der seit 24 Jahren Kommandant der Freiwilligen Betriebsfeuerwehr VOEST-Alpine und Georg Fischer Traisen ist. Die sechs Mann starke Gruppe um Weninger bezwang in Bolivien und Ecuador den Huyana Potosi (6.099 Meter) und den Chimborazo (6.310 Meter). Lediglich bei der Besteigung des Illimani (6.439 Meter) musste man auf 5.900 Metern Höhe den Gipfelgang wegen zu viel Neuschnees abbrechen.
Die Besteigungen verliefen ohne große Probleme.

„Mir ist es besonders wichtig, dass alle gesund von den Bergfahrten zurückkehren, auch wenn der Gipfelerfolg ausbleibt.“ Walter Weninger, Feuerwehrchef und passionierter Bergsteiger

„Glücklicherweise kam es zu keinen wirklich gefährlichen Situationen. Außer einigen kleineren gesundheitlichen Problemen, welche auf solchen Reisen sehr schnell auftreten können, war die große Höhe die größte Herausforderung. Für vier Leute unserer Mannschaft war es die erste Bergfahrt auf einen Sechstausender“, verrät Weninger.

Der Feuerwehr-Chef selbst konnte bereits zuvor einige Sechstausender-Gipfel im Himalaya-Gebiet sowie den Mount McKinley in Alaska und den Karakorum in Pakistan besteigen. „Weiters war ich viermal auf Achttausender-Expedition, wobei der Höhepunkt die Besteigung des Nanga Parbat im Jahr 2006 werden sollte. Wir brachen aber unseren Gipfelgang in 7.400 Metern wegen Lawinengefahr ab“, erzählt der 58-Jährige.
Sicherheit habe bei ihm oberste Priorität. „Mir ist es besonders wichtig, dass alle gesund von den Bergfahrten zurückkehren, auch wenn der Gipfelerfolg ausbleibt“, betont Weninger. Das Motto dabei: „Ein gewisser Ehrgeiz gehört dazu, aber kein falscher (hinauf um jeden Preis).“ Im Falle des Berg-Erlebnisses in den Anden sei das Schönste für ihn das gemeinsame Erleben und das Heranführen noch nicht so erfahrener Alpinisten ans Höhenbergsteigen gewesen.