Neuer Wirt für Traisner Hütte. Andreas Berger folgt auf Gerald Zöchinger als Betreiber der Traisner Hütte.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 06. Juni 2020 (03:31)
Gerald Zöchinger (rechts) übergibt mit Ende Juli die Traisner Hütte anAndreas Berger (links).
privat

„Wenn es am Schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören“, sagt Gerald Zöchinger. Mit Ende Juli geht eine Ära auf der Hinteralm zu Ende. Der 53-Jährige aus Herzogenburg hört als Hüttenwirt am Lilienfelder Muckenkogel auf.

Steigende private Herausforderungen hätten ihn letztlich dazu bewogen, dem Hüttenleben auf über 1.000 Metern Seehöhe adé zu sagen. Die Zeit auf der Traisner Hütte möchte er aber nicht missen. „Es hat mir viel Freude bereitet und es bleiben viele schöne Erinnerungen“, bilanziert er. Wie seine berufliche Zukunft aussehen wird, lässt er derzeit noch offen. „Das kann entweder wieder im Gastrobereich oder auch in der technischen Sparte sein“, sagt der gelernte Modellbauer.

„Wenn es am Schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören“

Ein Nachfolger ist mit dem Traisner Andreas Berger auch schon gefunden. „Ich denke, einen Besseren hätten wir gar nicht finden können“, streut Zöchinger dem Neo-Hüttenwirt, der ab Anfang August durchstarten wird, vorab Rosen. Ganz möchte sich Zöchinger aber nicht dem Muckenkogel entsagen: „Ich werde dann als Gast kommen“, schmunzelt er.

Berger ist schon euphorisch, bald der neue Hüttenwirt zu sein: „Das ist mein Traumjob. Der Muckenkogel ist mein Hausberg. Dieser Berg ist einfach phänomenal. Wo sonst hat man schon in der Nähe so einen unglaublichen Ausblick über das Land“, betont der 29-Jährige, der schon seit jeher eine Leidenschaft für die Bergwelt hegt. Erfahrung im alpinen Gastrobereich hat der Absolvent des Josephinums Wieselburg und gelernte Zimmerer schon gesammelt. „Ich war in Kaprun in einem Almgasthaus auf 1.800 Metern Seehöhe und auf der Tauernalm-Skihütte in Schladming auf Saison“, erzählt er. Einen neuen Koch bringt er auf die Hütte ebenso mit. Dass sich die Naturfreunde Traisen unter drei Bewerbern für ihn als Hüttenwirt entschieden haben, freut ihn sehr. „Ich denke, wir haben da eine sehr gute Wahl getroffen. Er ist ein starker Mann mit Liebe zum Berg und zur Gastronomie. Nicht zuletzt ist er als gebürtiger Traisner mit der Region eng verbunden“, begründet Naturfreunde-Hüttenreferent Eduard Fürst. Das bestätigt auch Lilienfelds Bürgermeister Wolfgang Labenbacher, der dem Neo-Wirten viel Erfolg wünscht.

Der Betrieb auf der Hütte erfolgt weiterhin ganzjährig. Montag ist Ruhetag.