Beliebter Heuriger in St. Veit muss warten. Kalkgestein wäscht sich aus und sorgt für trübes Nass: Oberhellgrund kann bis auf Weiteres nicht aufsperren.

Von Markus Zauner. Erstellt am 28. Juli 2021 (04:04)
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Eventuell packt die Familie Tiefenbacher ihr mobiles Standl aus, um vorläufig einen Imbiss-Heurigen zu veranstalten.
privat, privat

Zuerst war Corona der Spielverderber, jetzt ist es ein Trinkwasser-Problem: Der beliebte Most- und Sirupheurige Oberhellgrund der Familie Tiefenbacher, der für seine Naturprodukte bekannt ist, kann nicht wie geplant am 28. Juli öffnen. Das Problem: Am Boden des Bohrbrunnens der neuen Wasserversorgung stieß man auf Kalkgestein. Dieses wäscht sich derzeit aus und sorgt für eine Trübung des kostbaren Nass. Dadurch kann wiederum die behördlich vorgeschriebene UV-Desinfektionsanlage nicht einwandfrei arbeiten. Die nötige positive Trinkwasseruntersuchung für den Heurigenbetrieb lässt folglich auf sich warten. Wann aufgesperrt werden kann, steht derzeit in den Sternen, bestätigt Markus Tiefenbacher. Leider könne niemand eine konkrete Dauer nennen, in der sich das Kalkgestein auswasche: „Es wurden Zeiträume bis zu einem Jahr genannt.“

Imbiss-Heuriger als Zwischenlösung?

Alternativen, Gäste am Oberhellgrund ohne Trinkwasser zu empfangen, werden ebenso angedacht. „Wir überlegen, unser mobiles Standl, das bei Bauern- und Adventmärkten zum Einsatz kommt, aufzustellen, um eine Art Imbiss-Heurigen durchzuführen“, verrät Tiefenbacher.

Nicht betroffen vom derzeit ruhenden Heurigen-Betrieb am Oberhellgrund ist die „Speis“, die im September des Vorjahres auf Initiative der Familie Tiefenbacher eröffnet wurde. Regionale Direktvermarkter bieten im Selbstbedienungsladen in Wiesenfeld direkt an der B 18 eine breite Produktpalette an. Erhältlich sind dabei auch die begehrten Naturprodukte vom Oberhellgrund.