Rauschaktion brachte „Lust an Zerstörung“. Türnitzer schlug Scheibe von „Luise’s Geschenkewelt“ ein. Betreiberin ist verärgert über zusätzlichen Schaden in Corona-Zeit.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 08. April 2020 (03:55)
Die Scheibe von „Luise’s Geschenkewelt“ wurde zertrümmert.
Nutz

Groß ist der Ärger bei Luise-Maria Nutz, Betreiberin von „Luise’s Geschenkewelt“. Die Glasscheibe ihres Geschäftes wurde eingeschlagen.

Die Exekutive hatte sie über den unliebsamen Vorfall informiert. „Dankenswerterweise ist die Polizei derzeit sehr präsent in den Ortschaften und hat den Täter auf frischer Tat ertappt“, berichtet sie. Das bestätigt die Exekutive auf NÖN-Anfrage. Aufgrund eines Zeugenhinweises sei die Streife, die sich gerade unweit entfernt vom Tatort befunden hat, hingefahren. Kurz darauf ist auch der Verdächtige dort wieder angetroffen worden. Der junge Erwachsene zeigte sich geständig. Er war zum Zeitpunkt der Tat alkoholisiert. Er wird jetzt wegen Sachbeschädigung angezeigt.

Maria-Luise Nutz ist über die Tat erzürnt und erschüttert zugleich: „Er hatte angeblich Beziehungsprobleme und in einem Wutanfall mit der bloßen Hand gegen die Auslagenscheibe gedroschen, die dabei zerbarst. Ich sehe das als reine Lust an der Zerstörung und verurteile solche Aktionen auf das Schärfste.“ Als im März die Verordnung der Bundesregierung erlassen wurde, dass ihr Geschäft seit 13. März für unbestimmte Zeit geschlossen zu halten sei, hätte es ihr „fast den Boden unter den Füßen weggerissen“, gibt sie zu bedenken, dass zusätzliche Kosten durch den Vandalenakt eine weitere unnötige finanzielle Belastung für sie sind.

„Er hatte angeblich Beziehungsprobleme und in einem Wutanfall mit der bloßen Hand gegen die Auslagenscheibe gedroschen"

Derzeit setzt sie auf Onlineverkauf, um ihren Betrieb zu erhalten. Ob der Täter die Schulden rasch begleichen wird, ist sie sich nicht sicher. „Er ist derzeit beschäftigungslos. Er hat sich erst kürzlich um eine Lehrstelle beworben. Durch diese Tat hat er sich das jetzt wohl auch verbaut“, meint sie. Trotz Coronakrise und Vandalenakt gibt sie sich kämpferisch: „,Luise‘s Geschenkewelt‘ wird es auch nach der Krise geben.“