Nachwehen für Station 3 im Landesklinikum Melk. Prüfungsausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, zu überprüfen, ob Projektkosten von 30.000 Euro ersetzt werden. Zukunft der leeren Bettenstation 3 ist offen.

Von Markus Glück. Erstellt am 14. September 2019 (05:52)
Archiv/Gleiß
Bereits im Juni 2016 schloss die Bettenstation 3 für immer ihre Türen. Im Gemeinderat war die gescheiterte Idee der Ansiedlung eines Ärztezentrums zuletzt wieder Thema.

Die Nachwehen der Schließung der Bettenstation 3 im Landesklinikum Melk beschäftigen drei Jahre später immer noch den Gemeinderat. 2015 wurde eine Unternehmensberatungsfirma mit der Erstellung einer Expertise beauftragt. Dabei sollten die Vor- und Nachteile für die Stadtgemeinde bei der Planung eines Gesundheitszentrums erörtert werden. Die Abwicklung sollte über die Kliniken-Holding erfolgen.

Laut Auskunft von MEKIV-Geschäftsführerin Gabriele Pfeiler im Prüfungsausschuss kam es allerdings zu erheblichen Verzögerungen, durch welche der Vertrag seitens der Holding monatelang nicht unterfertigt wurde. Durch die Zeitverzögerung zogen sich damals auch Ärzte aus dem Projekt zurück, danach entschloss sich die Stadt dazu, das Projekt zu beenden.

Insgesamt entstanden für die Stadtgemeinde Kosten von rund 30.000 Euro. Der Ausschuss empfahl jetzt dem Gemeinderat eine rechtliche Überprüfung, ob eine Chance besteht, die Projektkosten ersetzt zu bekommen.

„Die Idee ist gehörig in die Hose gegangen“, kommentiert FP-Gemeinderat Thomas Gruber die Sachlage und merkt dabei an, dass in die Kosten die Mieten, die bereits an die Landeskliniken-Holding überwiesen wurden, noch gar nicht einkalkuliert seien.

Nach der Zerschlagung der Idee eines Ärztezentrums in der leeren Bettenstation 3 gibt es derzeit nach wie vor keine offiziellen Informationen seitens der Landeskliniken-Holding. Gegenüber der NÖN berichtete VP-Bürgermeister Patrick Strobl, dass es im Herbst mit der Landeskliniken-Holding ein Gespräch bezüglich der Zukunft der Bettenstation geben werde.