Ybbser Reisegruppe in London: „Terror war hautnah“. Gebietsbäuerin Silke Dammerer aus Ybbs war bei dem jüngsten Terroranschlag in der britischen Hauptstadt vor Ort.

Von Claudia Christ. Erstellt am 13. Juni 2017 (05:00)
London erwies sich für Touristin als gefährliches Pflaster
APA (AFP)

Eine schreckliche Bilanz von sieben Toten und unzähligen Verletzten forderte der jüngste Terroranschlag in London.

"Straßensperren und überall Polizei"

Mittendrin im Geschehen war auch Gebietsbäuerin Silke Dammerer aus Ybbs. Sie kam unmittelbar nach dem abendlichen Anschlag in der britischen Hauptstadt an. „Wir haben den Trip als Firmungsgeschenk geplant. Als wir auf dem Weg vom Flughafen zu unserem Airbnb-Quartier aus der U-Bahn ausstiegen, war plötzlich der Terror hautnah. Straßensperren und Polizei überall und die Hubschrauber kreisten über uns“, erzählt sie im NÖN-Gespräch noch immer geschockt von den Ereignissen.

Gebietsbäuerin Silke Dammerer war bei Terroranschlag in London vor Ort.
NÖN Archiv

Ein hilfsbereiter Engländer informierte die vierköpfige Reisegruppe über die aktuellen Geschehnisse und begleitete sie freundlicherweise in ihr Quartier. Dieses lag nur rund 300 Meter vom Tatort entfernt, nahe der London Bridge. „Man kommt sich auf einmal so hilflos vor“, beschreibt Dammerer.

"Nervosität in der ganzen Stadt"

Angst und ein mulmiges Gefühl war auch in der Nacht und an den folgenden Tagen der ständige Begleiter der Ybbser Reisegruppe. „Es lag eine gewisse Nervosität in der ganzen Stadt in der Luft und auch wir schauten in der U-Bahn und bei großen Menschenansammlungen intuitiv zuerst immer nach dem Notausgang.“

Zahlreiche Polizeikontrollen und Umleitungen durch Absperrungen ließen bei der Gruppe kein richtiges Urlaubsfeeling aufkommen. „Es ist glücklicherweise alles gut gegangen. Aber ich möchte mir gar nicht ausdenken, was passiert wäre, wenn wir eine Viertelstunde früher aus der U-Bahn Station gestiegen wären.“