Bergland

Erstellt am 13. Juli 2018, 04:48

Grünbrücke als Wildtier-Knotenpunkt. Vor drei Jahren wurde die Grünbrücke an der A1 in Ybbs fertiggestellt. Aufnahmen einer Wildkamera zeigen: Sie wird genutzt.

Eine Wildtierkamera beweist: Die Grünbrücke wird genutzt.
  
 |  KOFLER Umweltmanagement im Auftrag der ASFINAG

2015 wurde die erste Grünquerung über die Autobahn A1 zwischen Salzburg und Wien in Bergland realisiert. Was bei neuen Autobahnen in der Planung selbstverständlich ist, wurde an der Westautobahn korrigiert und ein Wildtierkorridor nachgerüstet. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien hat die ASFINAG immerhin über vier Millionen Euro verbaut. Nach drei Jahren stellt sich die Frage: Wird die Grünbrücke mittlerweile von Wildtieren angenommen?

Nachgefragt bei der ASFINAG, lässt die Pressestelle des Unternehmens wissen: „Bereits kurz nach der Fertigstellung der Bau- und Bepflanzungsmaßnahmen konnten im Rahmen eines begleitenden Monitoring die ersten Wildtiere auf der Brücke nachgewiesen werden.“

Kleintier und Wild überqueren Korridor

Neben Feldhasen und Rehen wurden auch Dachse, Mader und Füchse gesichtet. Im November 2016 zeigte sich laut dem Zwischenbericht der ASFINAG sogar ein Stück Schwarzwild. Auch Kleintiere wie etwa der Igel nutzen die Grünbrücke.

Eine Wildtierkamera beweist: Die Grünbrücke wird genutzt.
  
 |  KOFLER Umweltmanagement im Auftrag der ASFINAG

„Die Frequenz an wechselnden Wildtierarten steigt seit der Errichtung stetig an“, zieht die ASFINAG Bilanz. Und das, obwohl der Bewuchs auf dem Korridor über der Autobahn noch jung ist und wenig Deckung für das Wild bietet.

Um den Wildtier-Knotenpunkt attraktiv für weitere „Pendler“ zu gestalten, wurden auf der Grünbrücke Bepflanzungsmaßnahmen durchgeführt und Strukturen für Reptilien angelegt. Hierbei handelt es sich um Stein- und Asthaufen, unter denen sich die Tiere geschützt bewegen können.