EU-Wahl: Sidl spendet fünf Euro für Hasskommentare. Der EU-Wahlkampf geht in die Endrunde: Stimmung und Sprache werden roher. Das erlebt Günther Sidl, Spitzenkandidat der SPÖ Niederösterreich, gerade hautnah mit.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 24. Mai 2019 (15:39)
SPÖNÖ

Auf seiner Facebook-Seite zählte der Petzenkirchner in den vergangenen 24 Stunden 82 Hasskommentare. Nicht selten war von „die Roten ausrotten“ oder „an den Pranger stellen“ die Rede.

„Der Hass, der über die Sozialen Medien verbreitet wird, nimmt immer besorgniserregendere Ausmaße an. Alle politischen Parteien sind gefordert, das politische Klima zu beruhigen", mahnt er. Laut ihm können sich Politiker oftmals gegen Hass im Netz wehren, doch Hass im Netz betrifft alle Gesellschaftsgruppen.

"So sollen Hassposter sehen, dass ihr Tun nichts bringt"

"Deshalb unterstütze ich die Beratungsstelle #GegenHassimNetz von ZARA – Zivilcourage und Antirassismus-Arbeit – mit fünf Euro für jeden Hasskommentar der letzten 24 Stunden auf meiner Facebook-Seite", erklärt Sidl.

So sollen die Hassposter sehen, dass ihr Tun nichts bringt und gleichzeitig will Sidl Betroffene von Hass im Netz unterstützen.

Abschließend fordert Günther Sidl den Ausbau und die Förderung der Beratungsstellen gegen Hass im Netz. „Es liegt in der Verantwortung jedes Politikers, für Zusammenhalt statt Spaltung in unserer Gesellschaft einzutreten", ist Sidl der Meinung.

Das Internet nimmt laut ihm eine immer wichtigere Rolle in der Gesellschaft ein. Aber eins will Sidl klarstellen: "Hass hat online und offline nichts verloren.“