Gib dein Bestes und spende Blut. Die Aktionen werden zahlreich besucht. Doch junge Spender zieren sich.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 25. Juni 2019 (04:23)
Rotes Kreuz Burgenland
Es ist nur ein kleiner Stich, der aber vielen Menschen das Leben retten kann. Im Bezirk Melk ist die Stadtgemeinde Mank am blutspendefreudigsten.

Ein kleiner Stich mit großer Wirkung: Alle 90 Sekunden wird eine Blutkonserve benötigt. Die freiwillige und unbezahlte Blutspende ist gesetzlich verankert. Wer Blut spendet, rettet Leben – und macht damit einem Mitmenschen das ultimative Geschenk. Die Hemmschwelle, Blut zu spenden, ist vor allem bei jungen Menschen, die noch nie damit in Berührung gekommen sind, sehr groß. Dabei ist die Blutspende eine gelernte Handlung.

Ängste abbauen

Laut dem Roten Kreuz sind die Jahrgänge der 2000er-Jahre im Vergleich zu den Jahrgängen der 1950er- und 1960er-Jahre, die schrittweise in „Blutspendepension“ gehen, zahlenmäßig kleiner. Bei den Jungen gilt: Sie müssen angesprochen werden. Einen Beitrag zum Abbau der Ängste leistet das Bundesheer. „Bei uns kommen die Grundwehrdiener oft zum ersten Mal in Kontakt mit einer Blutabnahme“, berichtet Franz Sturm vom Bundesheer. Wer während seines Präsenzdienstes zur Blutspende geht, der erhält einen Tag frei.

„Schon alleine das ist ein Grund zur Spende“, schmunzelt Sturm. Aber auch, weil die jungen Burschen gesehen haben, dass die Prozedur nicht wehtut.

Neue Online-Registrierungsplattform

Das Rote Kreuz versucht mit verschiedenen Maßnahmen, Menschen zum Blutspenden zu motivieren. Ein wichtiges Projekt ist die neue Online-Registrierungsplattform www.gib-deinbestes.at. „‚Gib dein Bestes‘ soll zeigen, dass eine Blutspende ein einfacher Weg ist, um Lebensretter zu werden“, erklärt Maximilian Hanke von der Bezirksstelle Melk. Viele Blutspender sind langjährige und regelmäßige Spender.

So wie Manfred Stockinger aus Gansbach. Der Feuerwehrkommandant spendet seit seinem 18. Lebensjahr Blut. „Mittlerweile bin ich 55 und durch meine Zeit bei der Feuerwehr weiß ich, wie notwendig Blutspenden ist“, mahnt er. Zweimal im Jahr geht er zu den Aktionen. „Jeder sollte für sich überlegen, wie es ist, wenn man selbst Hilfe brauchen würde“, regt Stockinger zum Nachdenken an. Von 36 im Bezirk Melk durchgeführten Aktionen im Jahr 2018 nahmen in Mank am meisten Blutspender teil: ganze 238 Teilnehmer. Dabei gab es 18 Abweisungen. Beim ASBÖ Loosdorf sind es rund 105 Spender, die regelmäßig Blut lassen.

„Ich bin froh, dass unsere Sanitäter und Mitglieder sowie die Mitarbeiter der Blutbank sich so für andere einsetzen. Ihnen gehört gedankt“, lobt Obmann Franz Lenk den Einsatz. Beim Roten Kreuz in Kilb ist die Freude groß, wenn neben den regelmäßigen Spendern auch neue kommen.

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