Romantik pur in der Adventzeit. Der Countdown für den Heiligabend ist mit dem Start der ersten Märkte eingeläutet worden. Es weihnachtet im Bezirk.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 19. November 2019 (04:11)

In sechs Wochen ist Weihnachten. Und schon jetzt wird man im Bezirk mit Keksduft, Glühwein und allerlei Kunsthandwerk in Stimmung gebracht. Eine weihnachtliche Reise durch den Bezirk:

Die Bezirkshauptstadt hat noch im Vorjahr den Wachauer Advent eingeläutet, doch da dieses Event vom Land nicht mehr so stark finanziert wird (die NÖN berichtete), ist es nur mehr in abgespeckter Version vorhanden. Doch das hält die Veranstalter des Melker Advent nicht davon ab, ihren Markt groß zu feiern.

„Wir haben Tradition und sind einer der ältesten Märkte. Diese Kontinuität muss uns erst einmal einer nachmachen.“ Anton Hochstöger, Leiben

Eingebettet in die stimmungsvolle Altstadt mit Blick auf das Stift Melk, bietet der Adventmarkt den Besuchern eine einzigartige Kulisse. Organisiert und durchgeführt wird das Event von der Stadt. Vor drei Jahren hat sich ein politisches Organisationsteam gebildet, das gemeinsam mit den Rathaus-Mitarbeitern für die Abwicklung verantwortlich ist. Mittlerweile ist ein Ganzjahresprojekt daraus geworden. „Denn nach dem Advent ist vor dem Advent. Sobald der letzte Stand seine Pforten geschlossen hat, geht es schon wieder darum, Kunsthandwerker, Gastronomen und Musiker für das kommende Jahr zu bekommen“, erklärt Sigrid Brandl.

Die Konkurrenz ist gegeben, und da Melk an allen vier Ad-ventwochenenden seine Pforten geöffnet hat, ist es äußerst wichtig, jedes Wochenende dieselbe Qualität zu bieten. Die Aussteller sind mittlerweile nicht mehr nur aus der Region, sondern auch aus anderen Bundesländern und dem Ausland. „Es war immer das Ziel, dass sich der Markt selbst finanziert. Dies gelingt bis auf einen Beitrag, den die Stadt jährlich zahlt“, berichtet Brandl. Sie ist positiv gestimmt, dass die Gäste wie jedes Jahr dem Flair des Marktes erliegen.

Wer es eher romantisch will, der kommt bei einem Katzensprung zur Schallaburg auf seine Kosten. Das idyllische Renaissanceschloss verbreitet vor allem in den Abendstunden das passende Adventambiente. Die an der Donau liegende Stadtgemeinde Pöchlarn dehnt – wegen Umbauarbeiten im Rathaus – seinen Weihnachtsmarkt heuer aus. Das bunt-besinnliche Treiben findet am Kirchenplatz statt. Der Kunsthandwerksmarkt geht bis in die Wiener Straße.

Stromaufwärts der nächste Halt: In Ybbs wird die Stadthalle umgebaut, daher findet der Markt auf dem Hauptplatz statt. Der Kreativmarkt ist heuer im Rathausgewölbe sowie in der ehemaligen „alten Apotheke“ und der Bücherei. „Wir halten die Standmieten niedrig“, erklärt Veranstalterin Ulrike Schachner. „Da der Fokus nicht rein auf der Ausschank liegt, sondern auch am Rahmenprogramm, kommen zahlreiche Gäste von nah und fern“, meint Schachner. Dann geht es weiter auf einen Punsch-Stopp auf Schloss Leiben . Dort herrscht schon seit zwei Wochen geschäftiges Treiben beim Kunsthandwerksmarkt. „Wir haben Tradition seit 33 Jahren, somit sind wir einer der ältesten Weihnachtsmärkte.

Diese Kontinuität muss uns erst einmal einer nachmachen“, merkt der Veranstalter Anton Hochstöger stolz an. Für alle Liebhaber des rauen Mittelalters bietet der Bezirk gleich zwei Locations. Eine davon ist die Burgruine Agg-stein , die hoch über Schönbühel-Aggsbach thront. Veranstalterin Christine Jäger freut sich über die jährlich steigende Gästeanzahl. In puncto Standmieten hat sie eine eigene Philosophie: „Wenn die Händler zufrieden sind und sich keine Sorgen machen müssen, dass sie die Miete nicht reinbekommen, dann sieht man ihnen das an und die Besucher merken das auch. Daher sind unsere Standgebühren im unteren Mittelfeld im Vergleich mit anderen Veranstaltern.“ Heuer gibt es an jedem Wochenende zum Abschluss des Abends ein Feuerwerk.

Genau im anderen Eck des Bezirks, in Texingtal , liegt die Burg Plankenstein. Hier schaut sogar die Kaiserin Sissi im Advent persönlich vorbei. Die Burg-Atmosphäre verzaubert auch in der Weihnachtszeit.