Melk

Erstellt am 18. September 2018, 04:23

von Markus Glück

Streit mit Stift: Verwunderung über schnellen Deal. VP-Stadtchef Patrick Strobl dementiert Gerüchte, dass es Druck durch Land NÖ gab.

Gleiß

Mehr als zwei Jahre kamen Ex-VP-Bürgermeister Thomas Widrich und sein Verhandlungsteam mit Abt Georg Wilfinger und den Stiftsverantwortlichen auf keinen grünen Zweig. Was Widrich in zwei Jahren nicht schaffte, erledigte Strobl in weniger als zwei Monaten.

Ob der schnellen Lösungsfindung bekommt auch die Gerüchteküche in der Stadt wieder Nahrung – kursierten doch bereits im Frühjahr Gerüchte in der Stadt, dass es eine Lösung mit dem Stift nur nach einem möglichen Rückzug von Widrich geben könnte, die Landes-VP daher im Hintergrund den Rückzug forcierte und vermehrt Patrick Strobl ins Spiel brachte.

Strobl: "Keinen Druck vonseiten des Landes"

„Alles Blödsinn“, dementiert Strobl, „es gab keinen Druck vonseiten des Landes, weder auf Widrich noch auf mich.“ Auch, dass die schnelle Lösung im Hinblick auf eine mögliche Gemeinderatswahl im Herbst 2019 herbeigeführt wurde, verneint Strobl: „Ich habe meine neutrale Ausgangslage genutzt und gemeinsam mit Abt Georg eine Lösung erarbeitet.“

Zurückhaltend bezüglich des Stift-Deals gibt sich Ex-Stadtchef Thomas Widrich: „Ich freue mich über die Lösung. Wir haben alles im Vorfeld aufbereitet und auf den Tisch gelegt.“ Angesprochen, ob er durch seinen Rücktritt für den Deal mitverantwortlich sei, betont der Alt-Bürgermeister: „Ich sehe keinen Zusammenhang mit meiner Person und kenne auch die Verhandlungsdetails nicht.“