Zu Besuch in der Krampus-Werkstatt. In den nächsten Wochen suchen Krampusse und Perchten den Bezirk heim. Der junge Maskenschnitzer Benedikt Haunlieb kreiert mit Motorsäge schaurig-schöne Fratzen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 12. November 2019 (04:23)
ür 150 Euro bekommt man eine geschnitzte Maske von Benedikt Haunlieb – allerdings ohne Hörner, Farbe und Fell. Das kostet extra.
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Erste Girlanden, hölzerne Punschhütten und Lichterketten tauchen die Gemeinden des Bezirks langsam, aber sicher in die Vorweihnachtszeit. Jetzt ist aber auch die Zeit der Hexen, Perchten, Krampusse und Schreckgestalten: Die zahlreichen Perchtengruppen stecken mitten in den Vorbereitungen auf ihre Hochsaison.

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So auch Benedikt Haunlieb. Er selbst ist Teil der „Melker Au-Teufel‘n“ und freut sich schon auf die Läufe. Momentan verbringt der 15-jährige Melker aber viel Zeit in der Werkstatt. Aus Zirbenholz sägt und schnitzt er schaurig-schöne Fratzen. „Gerade arbeite ich an vier neuen Modellen. Es werden aber bestimmt noch mehr, jetzt, wo die Läufe näher rücken“, berichtet der Melker. Tagelang dauert es, bis aus dem Stück Holz mittels Motorsäge erst ein grober Kopf, später durch Fingerspitzengefühl und Farbe ein markantes Gesicht wird.

Seine erste Maske schnitzte Haunlieb mit elf Jahren. Seither entwickelte sich das Hobby zur Leidenschaft. Und – ganz wie es aussieht – auch zum Beruf: Der 15-Jährige absolviert gerade eine Ausbildung zum Bildhauer in der HTL Hallein. „Das ist mein Traumberuf“, schwärmt er.

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