Manker Grüne: „Wollen uns etablieren“. Die Manker Grünen blicken auf ein erfreuliches erstes halbes Jahr im Gemeinderat zurück. Dabei schätzt man auch die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 18. September 2020 (05:49)
Die beiden Grünen: Timm Uthe und Birgit Wolf.
HoGa

Es ist der 6. März 2020, 19.30 Uhr. Im Sitzungssaal des Manker Gemeindeamts eröffnet VP-Bürgermeister Martin Leonhardsberger die konstituierende Gemeinderatssitzung. Und es ist ein denkwürdiger Tag in der Stadtpolitik: Mit zwei Mandaten ziehen die Grünen erstmals in die Volksvertretung ein.

Wie erging es den beiden Neo-Gemeinderäten Timm Uthe und Birgit Wolf bisher? „Es war natürlich für alle ein ganz besonderes halbes Jahr aufgrund der Pandemie“, blickt Uthe zurück. Dennoch startete man so schnell wie möglich wieder mit den Ausschusssitzungen. In drei Ausschüssen, darunter der Prüfungsausschuss, ist Uthe vertreten, Wolf in vier. Vier Gemeinderatssitzungen fanden bisher statt. „Ich hatte dabei immer das Gefühl, dass wir sehr offen aufgenommen worden sind und dass das Interesse aller da ist, an der Sache zu arbeiten“, ist Uthe angetan. Die gute Zusammenarbeit hebt auch Leonhardsberger hervor: „Es gibt eine sehr gute Gesprächsbasis mit allen Fraktionen. Der beste Beweis dafür ist, dass wir bisher zu 100 Prozent einstimmige Beschlüsse hatten.“

 „Wir wollen zeigen, wer in der Gemeinde für grüne Themen steht, wen man dazu ansprechen kann.“ Timm Uthe, Grüne, Mank

 Drei Anträge haben die Grünen bis dato bei Ausschusssitzungen eingebracht – zu den Themen Biodiversität, Lichtverschmutzung und Armutsbekämpfung. „Das, was wir einbringen, wird vom gesamten achtköpfigen Team erarbeitet“, gibt Wolf einen Einblick. Mindestens einmal im Monat kommt man dafür zusammen. Auch über die Zusammenarbeit in den Ausschüssen zeigt sich Uthe begeistert: „Es gab überhaupt keine Abwehrhaltung. Im Gegenteil: Es gab durchaus Zustimmung von den anderen Parteien oder zumindest die Offenheit, darüber zu diskutierten.“

Generell wolle man aber „bei grünen Agenden noch mehr Tempo hineinbringen“, wie Uthe erklärt. Beispielsweise bei der Energieeffizienz. Wolf: „Die Gemeinde Mank selbst steht sehr gut da, aber dabei handelt es sich nur um öffentliche Gebäude – es sagt nichts über Betriebe und private Häuser aus. Dafür wollen wir Bewusstsein schaffen.“

Dementsprechend wollen die beiden die grüne Bewegung sichtbarer machen. „Wir sind eine offene Gruppe – es kann sich jeder gerne bei uns melden“, betont Wolf. Sobald es die Coronasituation wieder zulässt, planen die Grünen, regelmäßig zu Veranstaltungen einzuladen, wie Uthe erläutert: „Wir wollen zeigen, wer in der Gemeinde für grüne Themen steht, wen man dazu ansprechen kann. Wir wollen uns etablieren.“