Kampf dem Ybbser Nadelöhr. Projektplanung findet sich in neuem Budget. Lösungsvarianten offen.

Von Markus Glück. Erstellt am 25. November 2020 (06:06)

Die Orthmayer-Kreuzung am Bürgerspitalplatz ist seit mehreren Jahrzehnten ein verkehrstechnisches Nadelöhr in der Stadt. Abseits von schweren Verkehrsunfällen führt die Bundesstraße auch eng an Häusern vorbei, der Kreuzungsbereich sorgt vor allem bei ortsfremden Autofahrern oftmals für Verwirrung.

Seit Jahren ist die Gemeinde bemüht, eine bessere Lösung herbeizuführen, wozu es den Ankauf mehrerer Immobilien zwischen Raiffeisen-Bank und Busparkplatz braucht. Nachdem in den letzten Monaten bereits mehrere Häuser angekauft werden konnten, folgte im Februar der Ankauf von zwei weiteren Häusern im Wert von 110.000 Euro. Zuletzt vermeldet die Stadtgemeinde den Ankauf des letzten notwendigen Hauses am Bürgerspitalsplatz 16 um 60.000 Euro. „Man hat mir vorgeworfen, ich mache nichts bei der Kreuzung. Ich habe das Projekt mit Eiltempo vorangetrieben. Jetzt haben wir sämtliche Grundstücke für die Planung“ freut sich SP-Bürgermeister Alois Schroll.

Nun sind die Fachexperten der Straßenbauabteilung des Landes NÖ am Wort, um die bestmögliche Verkehrsführung auszuarbeiten. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betont Schroll, der beim Projekt eng mit VP-Verkehrsstadtrat Gert Kratzer zusammenarbeitet.

Für das kommende Budget sind bereits erste Kosten für Planungsarbeiten vorgesehen. Kratzer betont, dass es zwar bereits ein mehrere Jahre altes Konzept des Landes für die Kreuzung gibt, dieses aber an die neuen Gegebenheiten angepasst werden muss. „Es ist ein schwieriger Knotenpunkt. Wichtig ist aber, dass wir den gesamten Kontext mit Schulzentrum und Mittelschule sehen“, meint Kratzer. Welche Kreuzungsvariante es am Ende werden könnte, wollen weder Schroll noch Kratzer zu Beginn festlegen. Letzterer erklärt aber, dass eine Kreisverkehrslösung möglich wäre. „Ich habe es aufgezeichnet und glaube, dass es sich ausgeht“, sagt Kratzer.

Ein Projektstart ist laut den Verantwortlichen frühestens im Jahr 2022 möglich, bis 2021 könnten aber die ersten Pläne für den Bürgerspitalsplatz vorliegen.

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