Erstes Bier aus dem Stift Melk

Erstellt am 07. August 2022 | 04:02
Lesezeit: 2 Min
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Verkosteten das erste Bier: Stiftsabt Georg Wilfinger, Zweiter Landtagspräsident Karl Moser, Pater Ludwig Wenzl und Stiftsbibliothekar Johannes Deibl.
Foto: Brigitte Kobler/ Stift Melk
„Cervisia Mellicensis“ nach Fund in Stiftsbibliothek erstmals präsentiert.

Mit der Eröffnung der diesjährigen Gartensommernächte im Stift Melk wurde erstmals auch ein eigenes Melker Stiftsbier präsentiert. Zwar hat das Bierbrauen in vielen Klöstern Tradition, im Stift Melk betrat man damit aber de facto Neuland. „Am Tor zur Wachau gab es im Stift Melk zwar immer genug Wein, Bier wurde hier – zumindest nicht im großen Stil – aber nie gebraut“, schmunzelt Pater Ludwig Wenzl.

Ein Fund im Stiftsarchiv mit Ratschlägen zur Lagerung sowie von Techniken zur Verfeinerung von Bier aus dem 18. Jahrhundert regte nun das Interesse bei den Verantwortlichen im Stift Melk an. Kommentare und witzige Anekdoten aus historischen Briefwechseln brachten Bibliothekar Johannes Deibl und Stefan Ofenauer vom Stiftsshop letztlich auf die Idee, doch ein eigenes Bier zu brauen. Rasch wurde mit Thomas Mauer von der Craft-Beer-Brauerei „Brew Age“ ein professioneller Partner gefunden. Das Ergebnis namens „Cervisia Mellicensis“ konnte nun stolz präsentiert werden – ein Steinbier, dem die Essenz der Benediktenwurzel zugesetzt wird.

Der gewählte Produktname „Cervisia Mellicensis“ ist lateinisch und bedeutet „Melker Bier“. Er steht damit begrifflich in einer Linie mit dem historischen Geschichtswerk „Chronicon Mellicense“ oder auch der aktuellen wissenschaftlichen Buchreihe „Thesaurus Mellicensis“ der Stiftsbibliothek. Das Flaschenbier ist ab sofort im Stiftsshop und bei Events im Stift als Fassbier erhältlich.