Finale Vorbereitungen für Ausreisekontrollen im Bezirk Melk

Im Bezirk Melk sind am Freitag die finalen Vorbereitungen für die ab (dem morgigen) Samstag geltenden Corona-bedingten Ausreisekontrollen auf Hochtouren gelaufen. Die Überprüfung der geforderten 3G-Nachweise übernimmt einmal mehr die Polizei. Angekündigt wurden von Sprecher Raimund Schwaigerlehner "punktuelle Kontrollen an den Ausreisepunkten", gestraft wird nach Ende einer Übergangsfrist am Dienstag. Ausreisetest dürften indes auch im Bezirk Scheibbs bevorstehen.

Aktualisiert am 22. Oktober 2021 | 16:37
Strafen sind ab Dienstag möglich
Strafen sind ab Dienstag möglich
Foto: APA/THEMENBILD

Die Maßnahme für den Bezirk Melk war seitens des Landes bereits am Donnerstag verkündet worden. Von der Bezirkshauptmannschaft Melk wurde am Freitagvormittag eine auf dem Hochrisikogebiete-Erlass des Gesundheitsministeriums fußende Verordnung erlassen. Nötig ist zum Verlassen der Region ab Samstag grundsätzlich ein 3G-Nachweis.

Enden können die Kontrollen diesmal laut Erlass des Gesundheitsministeriums in Melk und dem angerenzenden Bezirk Scheibbs, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz unter 400 fällt. Am Freitag war man davon weit entfernt. Das Dashboard der AGES bescheinigte dem Bezirk Melk mit 723 den österreichweiten Höchstwert, der Bezirk Scheibbs kam auf 567,8.

Alternativ wäre auch der Stopp der Kontrollen möglich, wenn - ähnlich wie Ende September im oberösterreichischen Bezirk Braunau - die Impfquote in den Bezirken 60 Prozent erreicht und die Sieben-Tages-Inzidenz dann weniger als 500 beträgt. Die aktuelle Impfquote für den Bezirk Melk wird vom Dashboard von Notruf NÖ mit 59,9 Prozent angegeben, für den Bezirk Scheibbs mit 57,7 Prozent.

Der etwas mehr als 1.000 Quadratkilometer große Bezirk Melk zählt mehr als 78.000 Einwohner. Umfasst werden 40 Gemeinden. Flächenmäßig ebenbürtig ist der Bezirk Scheibbs, der mit mehr als 41.000 Einwohner aber dünner besiedelt ist und sich in 18 Gemeinden gliedert. Da die beiden Bezirke aneinandergrenzen, ergibt sich nun quasi ein mehr als 2.000 Quadratkilometer und über 119.000 Einwohner zählender Hochinzidenzraum.