Dürr-Buch-Autor Prinz: "Betrug und Vertrauensbruch". Der Autor Martin Prinz, der den Langläufer Johannes Dürr jahrelang begleitete und mit ihm das Buch "Der Weg zurück - Eine Sporterzählung" schrieb, hat sich am Mittwoch nach dem neuerlichen Dopinggeständnis des Niederösterreichers betroffen gezeigt.

Von APA Red. Erstellt am 06. März 2019 (19:17)
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Martin Prinz (r.) und Johannes Dürr.

Der österreichische Autor Martin Prinz, der den Langläufer Johannes Dürr jahrelang begleitete und mit ihm das Buch "Der Weg zurück - Eine Sporterzählung" schrieb, hat sich am Mittwoch nach dem neuerlichen Dopinggeständnis des Niederösterreichers betroffen gezeigt. "Es gibt an diesem Tag keine Worte, die das Geschehene auch nur annähernd fassen", schrieb er in einer Stellungnahme an die APA.

"In diesen Augenblicken ersuche ich darum, meine Traurigkeit als zuerst ganz Persönliches zu respektieren. Es wird Zeit brauchen, bis ich in Worte fassen kann, was diesen Betrug und Vertrauensbruch über alles Persönliche hinaus womöglich so symptomatisch macht", hieß es in der E-Mail weiters. Telefonisch wollte Prinz vorerst nicht Stellung nehmen.

Dürr war am Dienstag wegen des Verdachts des Sportbetrugs in Innsbruck vorrübergehend festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigte ihn, andere Sportler an den Erfurter Sportmediziner Mark S. vermittelt und selbst bis vor kurzem Eigenblutdoping betrieben zu haben. Weil Dürr zur Finanzierung seines geplanten Comebacks Crowdfunding betrieben habe, bestehe der Verdacht des Sportbetrugs. Eigenblutdoping gestand Dürr am Mittwoch laut den Ermittlern ein.