Mammutbaum am Friedhof: Abholzung ist beschlossen. 40 Jahre alter Mammutbaum auf Gansbacher Friedhof muss weichen. Grüne dagegen.

Von Ewald Fohringer. Erstellt am 09. Mai 2021 (05:44)

Bereits im Vorfeld der vergangenen Gemeinderatssitzung gingen in der Gemeinde die Wogen hoch. ÖVP-Bürgermeister Franz Penz setzte nämlich die Fällung des 40 Jahre alten Mammutbaums am Gansbacher Friedhof auf die Tagesordnung.

Die Grünen machten umgehend gegen die Fällung mobil. Dabei betonten diese, dass durch bauliche Adaptierungen die Entfernung des Mammutbaums verhindert werden könnte, die NÖN berichtete:

Die Mobilmachung der Grünen war schlussendlich vergebens. Mandatare von ÖVP und SPÖ stimmten für die Fällung. Bereits in der aktuellen Woche sollen erste Schritte mit einem Baumsteiger bezüglich der Rodung des Baumes erfolgen.

Vor der entscheidenden Abstimmung kochte das Thema bei den Sitzungsteilnehmern aber nochmals auf. „Ich bin auch nicht begeistert von der Fällung, da es aber mit den künftigen Schäden und Gefahren nicht vereinbar ist, sehe ich es aber als einzige vernünftige Lösung“, berichtet Bürgermeister Franz Penz. Im Bürgermeisterbüro geht man davon aus, dass die Fällung bis Ende Mai durchgeführt wird.

Unmittelbar darauf soll es zu einer Besprechung mit dem Umweltgemeinderat und der Dorfverschönerung kommen, um eine umfangreiche Ersatzbepflanzung zu planen. Von dieser Lösung ist Franz Hahn von den Grünen nicht begeistert.

„Wir hätten uns gewünscht, dass der Baum, der unser Ortsbild doch sehr prägt, noch stehen bleiben kann, da von ihm jetzt noch keine unmittelbare Gefahr ausgeht“, zeigt sich der Umweltgemeinderat enttäuscht und betont: „Fällen hätte man ihn später auch noch können, wenn in fünf Jahren die aufgeforsteten Bäume eine gewisse Größe erreicht haben.“

Dem kann aber  Penz nichts abgewinnen, „Ein ‚Baum auf Zeit‘ bringt nichts, da wir jetzt schon die Mauer sanieren müssen und die Schäden sowie die Fällung mit zunehmender Größe immer kostspieliger und aufwendiger werden würden.“

Laut Gutachten hat der Baum eine Höhe von 22 Metern und damit erst die Hälfte seines Wachstums erreicht. Der Gegenantrag der Grünen mit der Forderung auf eine fünfjährige Wartefrist samt Gesamtkonzept für die Ortsbegrünung wurde abgelehnt. „Uns allen wäre es lieber, wenn der Baum stehenbleiben könnte. Die Ersatzpflanzung bringt aber insgesamt mehr Nutzen für unser Ökosystem als der Mammutbaum,“ meint SPÖ-Gemeinderat Franz Permoser (SPÖ).