Dunkelsteinerwald

Erstellt am 18. September 2018, 03:34

von Denise Schweiger

Schulweg mit Umwegen. Pendelnde Schüler aus Dunkelsteinerwald sind oft an Wartezeiten gebunden. Fahrplanänderung von Melk sorgt für Entlastung, von St. Pölten bleibt Anbindung spärlich.

Grünen-Gemeinderat Franz Hahn setzt sich für die Pendler aus Dunkelsteinerwald ein.  |  Gemeinde

Wartezeiten an Haltestellen gehören für viele Pendler im Bezirk zum Alltag. Das gilt auch für Schüler aus der Gemeinde Dunkelsteinerwald. Zumindest am Nachhauseweg: Anschlüsse und Anbindungen – egal ob von Melk oder St. Pölten – sind Mangelware.

Ein Umstand, dem Grünen-Gemeinderat Franz Hahn den Kampf ansagt. Und Pendler, die in Richtung Melk müssen, können jetzt auch schon aufatmen: Um 13.32 Uhr fährt ein Bus von der NMS Loosdorf in die Gemeinde Dunkelsteinerwald. Für Schüler, die in Melk zur Schule gehen, gibt es ab 14 Uhr eine Busverbindung der Firma Edtbruster, die den Anschluss an weitere Linien gewährleistet.

„Die Anbindung nach Melk ist schon länger ein Thema. Ich bin froh, dass wir eine Lösung gefunden haben“, ist Hahn stolz. Schließlich seien es rund 25 Kinder, die täglich von Dunkelsteinerwald nach Melk oder Loosdorf zur Schule fahren.

Auf eine Fahrplanänderung werden Pendler in Richtung St. Pölten hingegen wohl noch länger warten. Kinder aus Gansbach, die die NMS Karlstetten besuchen, müssen am Nachmittag eine Wartezeit von rund 40 Minuten einplanen.

Verkehrsverbund sind die Hände gebunden

„Eine Verbesserung wäre auch hier erstrebenswert“, meint Hahn. Doch das wird weiterhin nur ein Wunsch bleiben. „Dieser Kurs kann nicht vorverlegt werden, da die aus St. Pölten kommenden Kinder ansonsten keinen Anschluss hätten“, informiert Christina Bachmaier vom Verkehrsverbund (VOR).

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Ab dieser Woche wird der Kurs 108 der Linie 483 ab der Haltestelle Gansbach Marienfeldergasse um sechs Minuten früher abfahren. Damit können Reisende bei der Haltestelle Karlstetten Hauptplatz besser umsteigen. „Somit wird die Anfahrt von Schülern aus Gansbach in die NMS Prinzersdorf ermöglicht“, erläutert Bachmaier gegenüber der NÖN.