Sophie spendete Haare für ein Lächeln. Knapp einen halben Meter Haare spendete Sophie Bodi an den Verein Haarfee – damit kranke Kinder eine Perücke bekommen.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 22. Juli 2019 (13:22)
Privat; Jacob_09/Shutterstock.com
Stolz präsentiert Sophie Bodi ihren abgeschnittenen Zopf.

Ein kurzer Schnitt und schon fielen die 49 Zentimeter langen Haare zu Boden. Seit Sophie Bodi aus Mauer klein ist, lässt sie sich ihre Haare wachsen. Doch jetzt wagte die Zehnjährige einen mutigen Schritt, und den nicht ohne Grund: Sie spendet ihre Haarpracht dem „Verein Haarfee“.

Der Verein ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die jenen Kindern hilft, die ihr eigenes Haar durch dramatische Schicksalsschläge verloren haben. Dazu werden Kinderhaare und eine gewisse Mindestlänge (40 Zentimeter) benötigt.

Diese hatte Sophie jetzt beisammen, doch der Weg zum Friseur fiel ihr nicht leicht. „Schon vor der Erstkommunion spielte ich mit dem Gedanken und nun war es so weit“, berichtet die Volksschülerin stolz. Der Gedanke, dass jetzt ein anderes Kind, welches keine Haare hat, ihre bekommt, macht sie glücklich. „Viele können sich keine Perücke leisten und der Verein hilft hier. Und dass ich jetzt einen Teil dazu beitragen durfte, freut mich sehr“, lacht sie und präsentiert ihren modischen Kurzhaarschnitt. „Vor allem bei den heißen Temperaturen ist dieser auch noch sehr praktisch“, resümiert sie.

Eine Echthaarperücke kostet im Durchschnitt zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Die Krankenkasse übernimmt meist nur einen Bruchteil der Kosten. Betroffene Familien können sich das oft nicht leisten. Sophie hofft, dass noch andere Kinder sich so einen Schritt überlegen.