Donaubrücke: Verein fordert mehr Licht im Dunkeln. Tourismusverein ortet Gefahr in Verzug, da Donaubrücke nicht mehr beleuchtet wird. Jetzt wird geprüft.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 17. September 2019 (04:35)
privat, extremfotos.com/Haslinger
Seit April 2018 wird die Donaubrücke Melk/Emmersdorf nicht mehr beleuchtet.Das führt zu kuriosen Situationen.

Wer die Donaubrücke Emmersdorf/Melk passiert, hat tagsüber einen Ausblick auf beide Donauufer. Wer sie nachts überquert, sieht so gut wie nichts. Seit April 2018 sind die Lichtmasten abgebaut, die Brücke wird zur Reduzierung der Lichtverschmutzung in der Nacht nicht mehr beleuchtet.

Ein Umstand, der zu kuriosen Situationen führt. Immer wieder kommt es vor, dass Touristen in der Dunkelheit die Orientierung verlieren und auf der Brücke – direkt entlang der viel befahrenen B3 – herumirren.

„Das ist grob fahrlässig“, schüttelt Margit Siebenhandl den Kopf. Die Obfrau des Emmersdorfer Tourismus- und Verschönerungsvereins setzt sich gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Erika Pritz und VP-Vize Georg Ertl für die Wiederbeleuchtung der Donaubrücke ein. Allerdings schweben ihnen keine herkömmlichen Lichtmasten vor: „Wir wollen keine Vollbeleuchtung, wie wir sie hatten. Wir denken an eine Art dezenten LED-Handlauf. Davon würde Emmersdorf profitieren.“

Keine Zuschüsse für indirekte Beleuchtung

So viel zur Idee – wäre da nur nicht die Finanzierungsfrage. Denn die Kosten für so ein Projekt müsste nach derzeitigem Stand die Gemeinde alleine stemmen.

Auf Nachfrage des Vereins kam vonseiten des zuständigen NÖ Straßendienstes die Rückmeldung, dass es für die indirekte Beleuchtung für touristische Zwecke keine Zuschüsse gebe. „Alleine können wir das Projekt nicht finanzieren. Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht, aber mit unseren laufenden Projekten wie dem Schallemmersdorfer Hochwasserschutz geht sich das momentan nicht aus“, erläutert Ertl.

Eine Chance auf die nötige Finanzspritze gibt es allem Anschein nach aber doch. „Vonseiten des Tourismusressorts des Landes gibt es keine Förderung. Aber meines Wissens nach wird die Situation vom Straßendienst noch geprüft“, so Markus Burgstaller, Pressesprecher von VP-Landesrätin Petra Bohuslav.

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