Sprengübungen sorgen für Wirbel. Die Sprengungen am Übungsplatz des Bundesheeres in Melk hört man bis in den Ort.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 15. Juli 2020 (03:05)
Symbolbild
Bilderbox.com

Lautes Knallen schreckt die Bewohner der Gemeinde viermal im Jahr hoch. Die Sprengübungen der Pioniere der Birago-Kaserne hört man vom Truppenübungsplatz der gegenüberliegenden Donauseite – laut Anrainern – wie wenn nebenan gesprengt wird.

Über diese Lärmbelästigung ist bei der Gemeinderatssitzung diskutiert worden. „Mein Hund verkriecht sich jedes Mal und zittert am ganzen Körper“, betont Grünen-Gemeinderätin Manuela Schneck. Andere erzählen von klirrenden Fenstern und zahlreichen Beschwerden. „Wir sollten uns um diese Anliegen kümmern und gemeinsam als Gemeinde dem Bundesheer unsere Bedenken mitteilen“, schlägt Bürgermeister Richard Hochratner (BNE) vor.

Mögliche Vorschläge seitens der Gemeinde wären: das Bundesheer soll die Übungstage der Gemeinde mitteilen oder die Sprengmittel verringern. „Am Besten wäre es, wenn die gesamte Übung nach Allentsteig verlegt wird. Dort stört es sicher niemanden“, merkt ein Gemeinderat an. Doch ein Mandatar sah die Debatte nicht so wie seine Kollegen. „Ich bin nicht dafür, dass man sich beim Bundesheer beschweren sollte. Denn die Pioniere müssen üben“, betont er.

„Mein Hund verkriecht sich jedes Mal und zitter am ganzen Körper, wenn die Sprengübungen stattfinden.“Manuela Schneck von den Grünen in Emmersdorf

Auf NÖN-Anfrage bei Bataillonskommandant der Melker Pioniere, Oberstleutnant Michael Fuchs über mögliche Änderungen bei den Sprengübungen sagt dieser: „Wir haben bereits Messungen durchführen lassen. Und liegen da locker im Rahmen.“ Aber er weiß auch, dass es auch auf das Wetter ankommt. „Je nach Witterung überträgt sich der Schall in Richtung Emmersdorf“, weiß Fuchs. Die Alternative, die Übungen nach Allentsteig zu verlegen, gäbe es. „Aber diese ist mit erheblichen Mehraufwand verbunden“, betont er. Und er führt noch an: „Die Sprengmenge haben wir bereits freiwillig reduziert, um den Geräuschpegel zu minimieren.“