Strafen in Kurparkzone: „Auf Beschwerden reagiert“

Aufregung im Netz über Sanktionen für Parksünder in Emmersdorfer Kurzparkzone. Auch Ortschef Richard Hochratner erntet Kritik. Er verteidigt seinen Griff zum Hörer: „Polizei muss kontrollieren“.

Denise Schweiger
Denise Schweiger Erstellt am 18. September 2021 | 04:03
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In der Vorwoche wurden mehrere Lenker, die sich nicht an die Regeln der Kurzparkzone in Emmersdorf hielten, gestraft.
Foto: privat

„Achtung an alle Emmersdorfer Bürger! Bürgermeister Hochratner hat die Exekutive beauftragt, die Kurparkzone im Ortskern Emmersdorf regelmäßig zu kontrollieren!“, schreibt ein User in den Sozialen Netzwerken. Daraufhin folgte eine Diskussion in der Kommentarspalte – an der sich auch der Ortschef (Liste Bürgernahes Emmersdorf, kurz BNE) persönlich zur Wehr setzte.

„Es gibt diese Kurzparkzone in unserem Ortskern nun schon seit mehr als 15 Jahren“, kommentiert Hochratner das digitale Wortgefecht gegenüber der NÖN. „Warum sich Leute darüber beschweren, dass jene, die sich nicht an die Regeln der Kurzparkzone halten, gestraft werden, verstehe ich nicht.“ Schließlich wurde laut dem Ortschef die Kurzparkzone eingeführt, um das anhaltende Dauerparker-Problem in den Griff zu bekommen.

„Und ja“, betont der Bürgermeister, „natürlich habe ich die Polizei gebeten, nachzusehen. Es gab Beschwerden aufgrund der Situation in der Kurzparkzone und auf die habe ich reagiert.“ Im Zuge dessen habe der Bürgermeister die Exekutive auch auf andere verkehrstechnische Problemstellen hingewiesen.

Um Kontrollen bei Gefahrenstellen gebeten

„Ich habe die Polizei abgesehen davon höflich ersucht, mehr Kontrollen im Bereich der Rotkreuz-Straße – hier wird die 30km/h-Beschränkung oftmals nicht eingehalten – und bei der Jauerlingstraße durchzuführen. Gefahrenstellen müssen kontrolliert werden“, resümiert Hochratner.