Viel Lärm um stilles Örtchen. Fäkalien an den Wänden und Boden: Die widerlichen Zustände in Emmersdorf sollen bald geändert werden.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 08. Juli 2020 (03:48)
Tanja Horaczek-Gasnarek

Er ist für Touristen und auch die Einheimischen ein beliebter Ort zum Verweilen: der Campingplatz an der Donau. Doch die Zustände auf den WC-Anlagen sind verheerend. Bei der Gemeinderatssitzung ist bei den Berichten des Bürgermeisters Richard Hochratner (BNE) über diese katastrophalen Missstände diskutiert worden.

„Es ist einfach eine Zumutung, wenn jemand hier zur Toilette geht“, betont er. In dieselbe Kerbe schlägt auch sein Vize Helmut Paul Wallner von den Grünen. „Hier waren ‚Kunstkacker‘ unterwegs, anders lässt sich die Situation nicht beschreiben“, kritisiert er. Die Fäkalien – an Wänden und Boden verschmiert – lassen so manche Reinigungskraft verzweifeln.

Jetzt ist von der Gemeinde fix eine Dame eingestellt worden, die sich nur um den Platz kümmert. Auch über die Benützung der Toiletten – die für alle zugänglich sind – wird nachgedacht. Allgemein soll eine bessere Marketingstrategie ausgearbeitet werden, damit der Campingplatz nicht mehr defizitär bleibt. „Es gehen viele vom Würstelstand auf das WC und das werden wir überdenken. Ein Konzept, um den Platz zu attraktivieren soll über die Zukunft des Platzes entscheiden“, betont der Bürgermeister.

Trinkwasserproblem in in zwei Ortschaften

Ein weiterer Punkt betraf die Trinkwasserversorgung in Gossam und Schallemmersdorf. Einige Brunnen führen derzeit kein Trinkwasser. „Das Wasser stinkt“, erklärt Hochratner. An der Behebung des Problems wird gearbeitet. Die betroffenen Haushalte sollen sich an den großen Trinkwasserbrunnen anschließen. Einstimmig beschlossen wurde die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. In den äußeren Dörfern wird damit begonnen. Der Feuerwehr Gossam ist eine Förderung von 14.820 Euro gewährt worden. Über eine Änderung des Fördermodelles wird in nächster Zeit mit beiden Wehren – Emmersdorf und Gossam – gesprochen.