Sperrgebiet in Loosdorf: Die Gefahr lauert im Wald. Das Ofenloch in Albrechtsberg ist weiterhin für Wanderer, Reiter und Radfahrer unzugänglich. Doch viele halten sich nicht an die Absperrung. Bürgermeister ist verärgert.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 16. Juli 2019 (04:50)
Tanja Horaczek-Gasnarek
Das Warnschild wird von vielen ignoriert. Das ärgert Bürgermeister Thomas Vasku.

Absperrgitter, Warnschilder und dutzende Benachrichtigungen in der Gemeindezeitung werden von vielen Naturfreaks ignoriert. Und dabei ist es derzeit extrem lebensgefährlich, wenn durch das Naturschutzgebiet Ofenloch bei Albrechtsberg gegangen, geritten oder gefahren wird.

Tanja Horaczek-Gasnarek
Die Eschen sind aufgrund einer Erkrankung instabil.

„Ich verstehe die Leute nicht. Es ist nicht umsonst abgesperrt“, zeigt sich SP-Bürgermeister Thomas Vasku über die Leichtsinnigkeit der Menschen verärgert. Anhand der Spuren, die sich durch das Gebiet ziehen, weiß er, dass sich nach wie vor Spaziergänger oder Reiter hindurchwagen. „Von Laien wird die Gefahr unterschätzt, weil ja alles wie immer aussieht. Nur bei jedem Knacksen kann plötzlich ein Wettlauf ums eigene Leben entstehen“, warnt der Ortschef. Die Gemeinde ist zwar im Ernstfall durch die Sperre abgesichert. Doch was nützt diese, wenn ein Mensch aus Leichtsinnigkeit stirbt?

Bäume knicken einfach um

Grund für die Sperre ist das Eschensterben. Die Bäume knicken – nicht nur bei Wind – einfach um. Die Wurzeln faulen vor sich hin und irgendwann bricht der Stamm ab. „Da es ein Naturschutzgebiet ist, muss einiges beachtet werden. Wir müssen Genehmigungen einholen, bevor wir handeln können“, erklärt Vasku.

Vor allem ist es keine Kleinigkeit. „Es müssen rund 200 Bäume gefällt werden. Da wird es ziemlich hell werden im Ofenloch“, bestätigt er. Grundsätzlich ist schon ein Plan ausgearbeitet und ein Forstwirt beauftragt. „Aber bis alles erledigt ist, bleibt die Sperre aufrecht – und dies wird sich bis zum Spätherbst ziehen“, teilt der Bürgermeister mit.