Schon wieder ein „Einzelfall“ um FPÖ im Bezirk Melk. Nach einem Geburtstagsgruß an Adolf Hitler, einem Hitlergruß auf Video, auf Facebook gelikten Neonazi-Symbolen und fehlender Distanzierung davon bei der NÖN-Wahldebatte durch den Listenvierten Josef Sulzberger ist im Bezirk Melk der nächste „Einzelfall“ von Verbindungen der FPÖ zum „braunen Rand“ aufgetaucht.

Von Markus Glück, Denise Schweiger und Michael Bouda. Update am 24. Januar 2020 (15:13)
Symbolbild
APA/HELMUT FOHRINGER

Wie DER STANDARD online berichtet, hat ein Melker FP-Kandidat für die kommende Gemeinderatswahl auf Facebook zwei Neonazi-Gruppierungen mit „Gefällt mir“ versehen. Eine davon steht in Zusammenhang mit dem mehrfach verurteilten Neonazi Gottfried Küssel.

Bei dem FP-Kandidaten handelt es sich um den Listensechsten Niklas Maier. In einer ersten Stellungnahme verweist FP-Bezirksparteiobmann Richard Punz gegenüber der NÖN darauf, dass der Sachverhalt mit Maier erst geklärt werden müsse. „Ich kenne die Gruppierungen nicht. Wir werden das prüfen, mit ihm ein Gespräch führen und dann die Situation beurteilen“, sagt Punz. Darüber, wann das Gespräch stattfinden wird, konnte Punz keine Angaben machen.

Informations- und Aufklärungsveranstaltung angekündigt

Nach dem neuerlichen Zwischenfall mit einem FP-Funktionär im Bezirk Melk kündigt Alexander Hauer, Obmann des Gedenkvereins Merkwürdig in der Bezirkshauptstadt Melk, für alle Gemeinderäte eine Informations- und Aufklärungsveranstaltung im Frühjahr an. „Wir wollen die neu gewählten Politiker sensibilisieren und aufzeigen, welche Zeichen es gibt. Sie sollen wissen, worauf sie achten müssen“, betont Hauer. Der Melker Gedenkverein will dazu ein neues Format aus der Taufe heben. Nach den Gemeinderäten will man auch die Bürger zur Thematik besser informieren.