Kult-Gericht: Cordon Bleu in sieben Varianten. Vor 200 Jahren wurde das Cordon Bleu erfunden. Anlässlich des Jubiläums serviert Melker Rathauskeller Kreation siebenmal anders.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 17. Januar 2020 (04:43)
Schweinefleisch trifft Lachs: Mario Sassmann und Koch Rudolf Morawetz (v. l.) präsentieren das „Cordon Bleu Alaska“.
Schweiger

Mario Sassmann, einer der Chefs des Melker Rathauskellers, hat schon vielen Gästen ein Cordon Bleu serviert. Vor allem, als er in der Schweiz gearbeitet hat: Acht Jahre war er Kellner in einem Restaurant im westlichen Nachbarland Österreichs.

„Dort gab es regelmäßig Cordon-Bleu-Wochen“, berichtet Sassmann. Und die zieht nun auch in den Melker Gasthof ein. Vor 200 Jahren wurde das Cordon Bleu erfunden, anlässlich des Jubiläums rief das Rathauskeller-Team das „Cordon Bleu Festival“ ins Leben.

Die Idee hinter dem Festival hat der Wirt schon lange – natürlich inspiriert von seiner Erfahrung in der Schweiz, dem „Geburtsort“ des Cordon Bleus. So belegen es einige historische Quellen: Eine große Gruppe an Gästen soll damals in einem Restaurant in Brig Schweinskarree bestellt haben. Unangemeldet traf eine weitere Gesellschaft ein, die ebenso Schweinskarree wünschte.

Die Köchin soll aus der Not heraus, damit alle Gäste einen vollen Teller bekommen, das Fleisch geschnitten und mit Rohschinken und Raclettekäse gefüllt haben. Für diesen Einfall bot ihr der Wirt das blaue Band – französisch: „Corden Bleu“; eine damalige Auszeichnung für hohe Kochkunst – an. Die Köchin winkte ab, aber schlug vor, das Gericht so zu nennen.

Das Cordon Bleu zählt laut Sassmann ohnehin schon „zu den Bestsellern“ der Speisekarte. Ab dieser Woche gibt es bis Anfang Februar sieben verschiedene Varianten – auch an Fischliebhaber und Vegetarier wurde gedacht.