SP für Entschärfung von Kindergarten-Weg. Sascha Schroll sieht Problem zwischen Kindergarten und Löwenpark. Kaufmann (VP) verweist auf langfristige Lösung.

Von Markus Glück. Erstellt am 15. Dezember 2018 (04:00)
Schroll
Im Bereich des Kindergartens erkannte Sascha Schroll ein Gefahrenpotenzial. Er übermittelte der Stadtgemeinde einen verbesserten Vorschlag (r.), der laut ihm eine drastische Senkung des Gefahrenpotenzials zur Folge hätte.

Nach den Problemen beim Buswartehäuschen in Spielberg erkennt der von der SPÖ installierte Bürgerombudsmann Sascha Schroll in der Abt-Karl-Straße das nächste Problem. Gemeinsam mit SP-Gemeinderätin Cigdem Ciftci inspizierte er den fußläufigen Zugang zum Kindergarten. Für ihn ist der Weg gefährlich:

„Der geschützte Gehweg endet mit der Gebäudekante zum Löwenpark. Danach gehen die meisten Eltern mit ihren Kindern ungesichert über den Parkplatz zwischen Kindergarten und Löwenpark.“ Da es laut Schroll vor allem in den Morgenstunden in diesem Bereich zu chaotischen Verkehrsszenen kommt, neben parkenden Autos auch Anrainer- und Lieferverkehr, arbeitete der Architekt eine neue Verkehrslösung aus, die er der Stadt übermittelte. Dabei würden allerdings drei Parkplätze verloren gehen. „Wir haben schon bei der Lösung im Kreuzungsbereich Pielach- und Glockenturmstraße gezeigt, wenn wir an einem Strang ziehen, lässt sich etwas bewegen“, sagt Schroll.

Angesprochen auf den Vorschlag, zürnt VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann über das Wirken von Schroll: „Er nennt sich selbst Bürgerombudsmann. Das ist er aber nicht. Das ist ein reines Wahlkampfgeplänkel der SPÖ.“

Für Kaufmann ist SP-Vorschlag kurzsichtig

In einem Schreiben von VP-Bürgermeister Patrick Strobl an Schroll teilte dieser dem SP-Wahlkandidaten mit, dass die Thematik im Ausschuss besprochen werde. Kaufmann kritisiert aber die Kurzsichtigkeit des SP-Vorschlags. „Es ist die Frage, ob es notwendig ist, kurzfristig etwas zu machen oder langfristig eine Lösung zu finden“, verweist Kaufmann auf Pläne über die Neugestaltung der Abt-Karl- Straße nach dem Abschluss der Wohnbauten (die NÖN berichtete).

Verwundert über die Reaktion zeigt sich Schroll: „Man wollte immer Fakten und Pläne. Jetzt liefern wir diese und der Verkehrsstadtrat der ÖVP ist damit auch nicht glücklich.“