1.142 Einsatzkräfte kämpfen gegen Flut, Sturm & Schlamm. Update aus dem Bezirk Melk: Häuser in Schönbühel-Aggsbach stehen unter Wasser, zwei Großpumpen sind in Petzenkirchen und Kurmmnußbaum im Einsatz., im Nuss-Ort wurde die Unterführung geflutet. Die Lage bleibt weiter angespannt.

Von Denise Schweiger und Michael Bouda. Erstellt am 18. Juli 2021 (20:15)

Geflutete Keller und Straßen; Häuser, die unter Wasser stehen: Seit Stunden wird im Bezirk Melk gegen Flut, Sturm und Schlamm gekämpft. Und der Kampf gegen die Folgen der anhaltenden Unwetter geht weiter.

Entspannung ist noch keine in Sicht, wie Günter Annerl vom Bezirksführungsstab betont: "1.142 Florianis von 65 Wehren sind aktuell im Einsatz. Mithilfe zweier Großpumpen aus Gmünd und Waidhofen an der Thaya können wir die Überflutungen in Petzenkirchen und Krummnußbaum eindämmen." Im Nuss-Ort wurde die Unterführung geflutet.

Schönbühel-Aggsbach besonders betroffen

Wie Annerl berichtet, ist aktuell die Gemeinde Schönbühel-Aggsbach im Bezirk  besonders von der Katastrophe betroffen: "Häuser stehen unter Wasser, den Ort hat's leider ziemlich hart erwischt."

Selbiges gilt für die Gemeinden Ruprechtshofen und St. Leonhard. Der Melkfluss und der Dangelsbach traten übers Ufer, zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden. "Ab 6 Uhr Früh starteten die Vorbereitungsarbeiten, gegen 11 Uhr dachten wir, dass das Schlimmste hinter uns liegt. Doch da ist es erst richtig losgegangen", lässt Harald Hömstreit von der Feuerwehr St. Leonhard die vergangenen Stunden Revue passieren.

Lückenschluss bei Melker Flutschutz

In Melk wurde indes die Phase 1 des Hochwasseralarmplans ausgerufen: In diesem Fall werden alle offenen Stellen in der Hochwasserschutzmauer bei der Nibelungenlände geschlossen. Für die Dauer des Aufbaus kommt es zu Umleitungen und Verkehrsbehinderungen. Weiters wird der mobile Hochwasserschutz in Winden aufgebaut. Dies hat zur Folge, dass die Landesstraße 5337 zwischen Großpriel und Winden gesperrt wird.

50 Schafe aus Stallungen gerettet

Auch in Blindenmarkt kam es im Gemeindegebiet zu Überflutungen, hunderte Sandsäcke wurden von den Florianis mithilfe von Helfern aus den örtlichen Vereinen und der Zivilbevölkerung gefüllt.

"Die Lage bei uns entspannt sich ein wenig - aber es gibt noch viele Keller auszupumpen und viel zu tun", gibt Blindenmarkts FF-Kommandant Thomas Pitzl Einblick. Zudem wurden rund 50 Schafe gerettet.

Wir hatten am Sonntagnachmittag berichtet: