Glück im Unglück bei Brand am Dachboden. Plötzlich fing das Dach der Familie Marchat in Inning Feuer. Die Hofladen-Betreiber konnten aber schnell reagieren.

Von Michael Bouda und Markus Glück. Erstellt am 01. Dezember 2020 (06:06)
Neun Feuerwehren bekämpften den Brand auf dem Dachboden der Familie Marchat in Inning.
Plutsch

„Wir waren gerade mit dem Mittagessen fertig und wollten im hinteren Gebäudeteil weiter ‚wursten‘. Auf einmal haben wir Geräusche gehört“, lässt Andrea Marchat von „Marchat‘s Hofladen“ in Inning den vergangenen Donnerstag Revue passieren. Die Familie lief sofort hinaus und sah zwischen den Dachziegeln schon Feuer und Glut, dazu kam der Rauch. „Unser Glück war, dass wir noch nicht hinten beim Verarbeiten waren, sonst hätten wir es gar nicht gemerkt.“

Sofort wurde die Feuerwehr verständigt. Die Inninger Wehr befindet sich gleich neben dem Bauernhof und war dementsprechend schnell zur Stelle. „Trotzdem kommt einem das wie eine Ewigkeit vor. Wir wussten nicht, wie schlimm der Brand ist, und da ist jede Minute kostbar“, erzählt Marchat. Sofort evakuierten sie einen Stall, in dem sich insgesamt rund 100 Tiere befanden – sieben Mutterschweine mit jeweils sieben bis zehn Ferkeln.

In der Zwischenzeit waren die Florianis angerückt und bekämpften den Brand. Insgesamt neun Feuerwehren mit 140 Mann und 26 Fahrzeugen waren im Einsatz. Dabei hatten die Marchats ein zweites Mal Glück: Das Feuer war an der Ecke zum Strohboden ausgebrochen, die Flammen hatten aber noch nicht auf das Stroh übergegriffen. Der betroffene Dachboden selbst war komplett leer. „Das war unser Glück“, sagt Marchat. Die Feuerwehren konnten den Brand innerhalb von gut einer Stunde löschen. „Ein Kabel hat vermutlich am Dachboden ein Feuer verursacht. Wir hatten das Feuer aber rasch unter Kontrolle“, war Einsatzleiter Engelbert Gundacker erleichtert. Um Glutnester auszuschließen, wurde eine Wärmebildkamera verwendet. Anschließend beseitigten die Florianis noch mit einem Nasssauger das Löschwasser und trugen die beschädigten Dachziegel ab.

20.000 Euro Schaden – noch ohne Wohnraum

Auf 20.000 Euro wurde der SchadenanDachundDachstuhl geschätzt. Nicht inbegriffen ist der Schaden in den Wohnräumlichkeiten, die sich unterhalb des Dachbodens befinden und durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen wurden. Von der Elektrik über die Fußböden bis zu Rigipswänden muss alles erneuert werden. „Da wissen wir noch nicht, was auf uns zukommt“, erklärt Marchat.