Bischofstetten

Erstellt am 16. Januar 2019, 04:00

von Michael Bouda und Markus Glück

Bischofstetten: Vorfall entsprang Fantasie eines Kindes. Polizei dementiert erneuten Vorfall in Bischofstetten. Neunjähriger dürfte sich zweite Begegnung ausgedacht haben.

Symbolbild  |  Shutterstock.com, Farknot Architect

Die Aufregung war groß, als vor den Weihnachtsfeiertagen mutmaßlich versucht wurde, entlang der Bundesstraße in Bischofstetten ein Volksschulkind mit Geldscheinen in ein Auto zu locken. Es soll sich dabei um zwei Männer mittleren Alters in einem weißen Kastenwagen gehandelt haben. Die Ermittlungen laufen noch.

Vergangene Woche machte sich erneut Beunruhigung in Bischofstetten breit: Es soll zu einem weiteren, vergleichbaren Vorfall gekommen sein – nur 200 Meter von der vorherigen Stelle entfernt. Wieder war es ein Volksschulkind, das mit Geldscheinen in einen Kastenwagen gelockt werden sollte.

Mehrere Befragungen des neunjährigen Zeugen des Vorfalls brachten die Polizei aber zur Erkenntnis, dass der zweite Fall mutmaßlich nur der Fantasie des Jungen entsprach. Da sich die beiden Buben kennen, dürfte der Neunjährige seine Geschichte an der Version seines siebenjährigen Schulkollegen angepasst haben. „Die Aussagen des Buben sind sehr divergierend. Wir nehmen aber alles ernst, die Angaben im ersten Fall vor Weihnachten waren glaubwürdig“, betont Bezirkspolizei-Kommandant Karl Gruber.

Nicht alles glauben, was auf Facebook steht

Da auch der zweite Fall zuerst auf Facebook publik wurde, bittet Gruber die Betroffenen, sich immer zuerst bei der Polizei zu melden, damit die Ermittlungsarbeit nicht verzögert wird. „Ich warne auch davor, immer alles zu glauben, was auf Facebook steht“, meint Gruber.

Dass in der Gemeinde dennoch eine gewisse Beunruhigung herrscht, bestätigt VP-Ortschef Reinhard Hager: „Ich merke, dass jetzt mehr Kinder von der Schule abgeholt werden.“ Die Kinder seien mittlerweile bestens durch die Eltern aufgeklärt. Hager betont, dass man für etwaige neuerliche Vorfälle gerüstet sei.