Raxendorf ohne Geschäft. Ein Kaufhaus mit fast 100-jähriger Geschichte schloss seine Pforten. Besitzerin Ingeborg Haberl verabschiedete sich in die Pension. Übergangslösung ist gefunden.

Von Friedrich Reiner. Erstellt am 12. November 2019 (02:32)
Emmi Lang, Elisabeth Mosgöller, Ingeborg Haberl und Johannes Höfinger (vorne, v. l.); weiters: Vizebürgermeister Günter Schneider, Thomas Lupinek, Erika Höfinger und Harald Derfler (hinten, v. l.)
Gemeinde

Das endgültige Aus für die Nahversorgung in Raxendorf erfolgte vergangenen Samstag, als Ingeborg Haberl das Geschäft im Ortszentrum von Raxendorf für immer zusperrte. Das Kaufhaus wurde ab 1925 von der Familie Adam geführt.

Aufgrund des Pensionsantritts von Besitzerin Ingeborg Haberl sind nun sowohl der Nahversorger als auch die Tankstelle geschlossen. „Eine Nachfolge stand meinerseits nie zur Debatte, dadurch gab es im Geschäftsbereich zuletzt keine großartigen Veränderungen.“ Ein wenig Wehmut befällt die immer freundliche Geschäftsfrau: „Ich bin von Kindertagen an immer in diesem Geschäft gestanden. Mit Hilfe meiner Familie und meinen Mitarbeitern war es mir seit 1990 möglich, das Unternehmen als selbstständige Kauffrau zu führen.“

Für VP-Bürgermeister Johannes Höfinger und die Marktgemeinde bestand nun Handlungsbedarf. „Gemeinsam haben wir eine Übergangslösung erarbeitet, nach einer langfristigen Nachfolgelösung wird jetzt fieberhaft gesucht“,meint der Ortschef. Jeden Donnerstag gibt es ab 14. November ein umfassendes Lieferangebot des Adeg-Marktes Högl-Fidler aus Mühldorf. Bis 12 Uhr telefonisch bestellt, wird der Einkauf um 15 Uhr nach Raxendorf geliefert. Dazu werden noch einige andere „Zuckerln“ angeboten.

An mehreren Tagen in der Woche (Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag, jeweils von 6.45 bis 7.15 Uhr) versorgt die Melker Firma Teufner die Raxendorfer mit frischem Gebäck und Grundnahrungsmitteln. Eine Stütze bei der Versorgung in Raxendorf ist auch der Bioladen der Familie Stadler im nahe gelegenen Lehsdorf.