B3: Neuer Vorstoß für „Tempo 50“. Gemeinderat sieht eine „verbesserte Faktenlage“ und will eine neuerliche Überprüfung.

Von Markus Glück. Erstellt am 06. Juni 2020 (04:25)
Geht es nach den Wünschen der Gemeindevertreter, soll bei der Ortseinfahrt in Klein-Pöchlarn bald Tempo 50 gelten.
Schweiger

Bereits 2017 forderte eine Bürgerinitiative eine Tempo-Reduktion bei der Ortseinfahrt in Klein-Pöchlarn Richtung Marbach. Das Anliegen der Bürgerinitiative bezüglich der Geschwindigkeitsreduktion von 70 km/h auf 50 km/h scheiterte. Die Begründung damals: Die Abstände zwischen Bundesstraße und den vom Lärm betroffenen Häusern sei ausreichend. Auch eine durchgeführte Verkehrszählung brachte keine Verbesserung.

SP-Ortschef Johannes Weiß hofft auf eine Verbesserung.
zVg

Seit damals wagte SP-Ortschef Johannes Weiß immer wieder einen neuen Vorstoß bei den Behörden. Jetzt soll ein neuerlicher Versuch endlich eine Lösung bringen. Der Gemeinderat beschloss, eine Petition an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) zu richten. „Seit der Errichtung des Generationenparks überqueren noch mehr Personen die B3. Die Situation mit dem hohen Tempo ist absolut nicht zufriedenstellend“, hofft Weiß endlich auf eine Lösung.

Laut dem Ortschef sind im Bereich des Nahversorgungszentrums bei der B3 täglich rund 10.000 Fahrzeuge unterwegs. „Es braucht dringend eine neue Überprüfung der Verkehrssituation,“ meint Weiß.

Keine vordringliche Behandlung des Falles

Zwar hat man bisher weder im Büro von Mikl-Leitner noch bei der Bezirkshauptmannschaft Melk die Petition des Gemeinderats erhalten, in jedem Fall zuständig für die Causa ist die BH Melk.

Für Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner ist der betroffene Abschnitt mittlerweile der „am bestbegutachtetste“ entlang der Bundesstraße 3. „Wir haben die Sache im Auge und warten auf die Petition. Es gibt ein paar Änderungen gegenüber den letzten Prüfungen. Klar ist aber, dass der Fall in der aktuellen Situation nicht vordringlich behandelt wird“, meint Haselsteiner.