Bischofstettner Schmankerlküche: Nach 26 Jahren noch gefragt

Erstellt am 11. August 2022 | 04:02
Lesezeit: 2 Min
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Elfriede Steiner zeigt stolz ihre Kochbücher mit regionalen Schmankerl in ihrem Gemüsegarten.
Foto: Marie Eder
Noch heute erhält Elfriede Steiner Anfragen für die „Bischofstettner Schmankerlküche“.

Ein bunter Gemüsegarten, eine Suppe, die auf dem Herd vor sich hin köchelt und viele Geschichten aus den vergangenen 26 Jahren seit Elfriede Steiner die „Bischofstettner Schmankerlküche“ herausgegeben hat, begrüßen einen, wenn man das Haus betritt. Kaum wegzudenken aus heimischen Bücherregalen ist die Rezeptsammlung von regionalen Hausfrauen und -männern, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Die Idee entstand, als die Kirche Geld für die Außenrenovierung benötigte. „Wir mussten kreativ sein, wie wir schnell Geld zusammenbekommen“, sagt Steiner lachend.

Motiviert durch ihre Leidenschaft, neue Projekte anzugehen, entschied sich die Alleskönnerin dazu, dieses Vorhaben in die Hand zu nehmen. Der Erfolg kam bald: Schon nach kurzer Zeit wurden insgesamt 8.000 Stück verkauft, deren Erlös an die Kirche ging. Besonders Wert legte Steiner bei der Auswahl der Rezepte auf Regionalität, Saisonalität – und, dass die Rezepte eigens erprobt waren. Die große Nachfrage und die geplante Innenrenovierung der Kirche brachten Steiner im Jahr 2008 dazu, erneut ein Kochbuch herauszubringen — einen zweiten Teil der Bischofstettner Schmankerlküche.

Steiner ist weiterhin Köchin aus Leidenschaft

Noch heute bekomme sie Anfragen aus dem Bezirk und der Umgebung. Interessierte muss Steiner dieser Tage vertrösten: „Wir werden keinen weiteren Teil mehr schreiben.“ Man könne aber jederzeit vorbeikommen und die Originale kopieren. „Ich freue mich, dass die Leute nach so langer Zeit an dem Buch immer noch interessiert sind“, sagt sie.

Steiner ist weiterhin leidenschaftliche Hobbyköchin und verwertet alles, was sie selbst in ihrem Garten anpflanzt. In ihrem Beruf als Volksschullehrerin war sie immer bemüht, den Kindern die regionale Küche, gesundes Essen und „Selbermachen“ nahezubringen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder wissen, woher die Zutaten kommen“, bedauert sie. Regelmäßig lud sie deshalb ihre ganze Klasse samt Eltern zum Kochen in ihr Haus ein.