Mit Kanonen auf Spatzen schießen. Denise Schweiger über voreilige Schlüsse der SPÖ Pöchlarn.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 03. Januar 2019 (04:56)

Ein Job, vier Bewerber. Einer arbeitet schon in einer ähnlichen Position, andere haben ebenso Erfahrung auf dem Gebiet. Engagiert wird jedoch die Kandidatin mit dem wenigsten Fachwissen – allerdings mit der richtigen Parteifarbe. Erzählt man die Geschichte so, kann man von Freunderlwirtschaft sprechen. So einfach ist es aber nicht.

Es ist ein eintöniges Bild, das die SP-Fraktion von der Neubesetzung der Pöchlarner Stadtamtsdirektion malt. Ja – Maria Schmoll, Sekretärin des Bürgermeisters, stand bei der Gemeinderatswahl 2015 auf der VP-Liste. Sie legte aber die nötigen Prüfungen ab, ein externer Fachmann stellte ihr ein positives Zeugnis aus. Und: Die große Mehrheit aller Gemeinderäte sprach sich für sie aus.

Keine Frage, die Aufgabe der Opposition ist, kritisch zu hinterfragen. Hier haben die Sozialdemokraten aber etwas ohne Substanz ins Visier genommen. Das wissen sie auch – nach dem ersten Aufschrei ruderten sie zurück. Das ist das Risiko bei ständiger Kampfbereitschaft: Man zielt auch mal mit Kanonen auf Spatzen.