Melk

Erstellt am 08. Januar 2019, 01:00

von Raimund Bauer

Nur Hoffnung stirbt zuletzt. Raimund Bauer über die Schwierigkeiten von Transfers im Winter.

Groß war die Euphorie bei der Vorstellung des neuen Melker Trainers Genadi Petrov, der beim 2. Landesligisten die Nachfolge von Ronald Kraaibeek antrat. Mit diesem Schwung wollten die Bezirkshauptstädter gleichzeitig neue Spieler für den Abstiegskampf lukrieren.

Denn: Außer Seitenstetten rüstet die Konkurrenz im hinteren Tabellendrittel noch einmal nach. Auch die Melker Löwen sahen sich gewillt, am Transfermarkt noch einmal einen Zahn zuzulegen. Die bisherige Bilanz sieht jedoch ernüchternd aus. Mögliche Zugänge haben sich zerschlagen, sodass über die Weihnachtsfeiertage die Transferagenden vorübergehend ad acta gelegt wurden.

Nun soll ein Probetraining mit mehreren Kandidaten die erhofften Verstärkungen bringen. Dass es bei den Melkern ein Balanceakt ist, war schon vor der Transferperiode klar. Mit einem kleinen Budget sind keine großen Sprünge möglich. Zudem muss die Erfolgsquote bei den Zugängen im Kampf gegen den Abstieg bei 100 Prozent liegen.

Auf die Verantwortlichen wartet auf jeden Fall bis zur Transferdeadline eine Herkules-Aufgabe. Doch bekanntlich stirbt nur eines zuletzt: die Hoffnung. Und davon hat der neue Spielertrainer den Melker Löwen bei seinem Amtsantritt eine gehörige Portion eingeimpft.