Zahl der Schiffe in Ybbs steigt. Bis zu 40 Schiffe von NickoCruises ankern 2019 vor Donaulände.

Von Markus Glück. Erstellt am 21. Februar 2019 (04:34)
NickoCruises
Der Kreuzfahrtanbieter „NickoCruises“ hat Ybbs für sich entdeckt. 2019 sollen bis zu 40 Schiffe des Anbieters in Ybbs ankern.

Erstmals legten im vergangenen Jahr zehn Kreuzfahrtschiffe an der Ybbser Donaulände an. Geht es nach den Aussagen von SP-Bürgermeister Alois Schroll, könnte diese Zahl in diesem Jahr auf bis zu 40 Schiffe ansteigen. „NickoCruises legen uns die genauen Pläne noch vor, derzeit wird nach passenden Slots für die Schiffe geschaut. Es sieht aber sehr gut für uns“, meint Schroll.

Die zunehmenden Stopps in Ybbs bestätigt auch Sandra Huck von NickoCruises. Da 2019 mehr Schiffe der Reederei auf der Donau unterwegs sein werden, erachtet es das Unternehmen als sinnvoll, die Anlegestelle zu variieren. War das Schiff NickoVision 2018 ab Juni zehn Mal in Ybbs vor Anker, wird es heuer bereits 17-mal sein.

„Wir haben die Kapazitäten für die richtige Schmutzwasser-Entsorgung für Kreuzfahrtschiffe. Das würde der Stadt viel Geld bringen.“Alois Schroll, Bürgermeister

Daneben wird NickoCruises bei den 15-tägigen Reisen ab Passau ins Donaudelta an knapp 20 Terminen in Ybbs stehen bleiben. „Insbesonders an Sonntagen ist es in Melk meist recht voll. Da wir bei diesen Reisen meist sonntags in der Wachau sind, haben wir uns für den Anleger Ybbs entschieden“, erklärt Huck. Sie betont aber auch, dass der Anleger in Melk nach wie vor sehr attraktiv ist. Daher werden die Schiffe 2019 rund 75-mal in der Bezirkshauptstadt Halt machen.

Zusätzlich sollen ab 2020 auch sechs Luxusschiffe der Reederei Crystal Cruises in Ybbs anlegen. „Dort gibt es viele Gäste, die oftmals die gleiche Tour bieten. Mit dem Stopp in Ybbs will man eine Alternative zu Melk anbieten. Unser Standort ist zudem interessant für Ausflüge in die Region“, erläutert das Stadtoberhaupt.

In direkten Zusammenhang mit den Schiffsgästen steht auch weiterhin die Forcierung zur Belebung der Innenstadt. Nach der Erstellung einer Bestandsanalyse erfolgt in einem nächsten Schritt die Einbeziehung aller Akteure in der Innenstadt. Danach soll ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, der auch den Schifffahrtstourismus einbezieht.

Großes Geld wittert die Stadt aber nicht nur mit den Schifffahrtstouristen, sondern vor allem im Zusammenhang rund um die Diskussion der richtigen Entsorgung von Fäkalien der Kreuzfahrtschiffe. Da in Ybbs in unmittelbarer Nähe der Schiffsanlegestelle der Donauländen-Kanal verläuft, könnten die Schiffe Wasser be- und entladen. Gespräche mit einer ausführenden Firma wurden bereits geführt. „Wir haben die Kapazitäten und es würde der Stadt sehr viel Geld bringen“, hofft Schroll auf eine positive Entscheidung.