Manker Schlagzeug auf großen Bühnen. Manuel da Coll ist mit „LaBrassBanda“ auf Tournee. Der Drummer setzt auf Instrumente aus dem Hause Schagerl.

Von Michael Bouda. Erstellt am 15. Juli 2019 (04:35)
privat
„LaBrassBanda“-Schlagzeuger Manuel da Coll (r.) mit Michael Schiller, Artist Support International, von der Manker Firma Schagerl.

Eigentlich füllt die bayrische Blechblasformation „LaBrassBanda“ Veranstaltungsstätten wie die Münchner Olympiahalle. Beim vom 25. bis 27. Juli stattfindenden Beserlpark-Festival gastieren sie nun in Mank.

Mank hat dabei aber mehr als einen Bezugspunkt zur siebenköpfigen Formation: Schlagzeuger Manuel da Coll verwendet für die treibenden Rhythmen unter anderem Instrumente des Manker Unternehmens Schagerl.

„Für Schlagzeug aus Metall gibt es ganz wenige Hersteller auf der Welt."Schlagzeuger Manuel da Coll

„Wir sind ja eine Brass-Band (Brass: englisch für Blech; Anm.). Deshalb spukt bei uns seit Jahren der Gedanke herum, dass wir mit mehr Instrumenten aus Metall spielen als die typischen“, schildert da Coll, wie er schließlich auf die Firma Schagerl kam: „Für Schlagzeug aus Metall gibt es ganz wenige Hersteller auf der Welt. Vorher habe ich ein Unternehmen in Amerika kontaktiert, in einem Musikgeschäft in Köln habe ich dann aber einen Katalog von Schagerl gesehen.“

Nur kurze Zeit später, nach intensivem Austausch mit Markus Lechner, Abteilungsleiter der „Drums“-Sparte von Schagerl, fuhr da Coll nach Mank. Seitdem nutzt er zwei verschiedene Bassdrums, eine Snare Drum und ein Tomtom von Schagerl. „Der Klang ist fokussierter und druckvoller – das kommt uns auf der Bühne entgegen“, beschreibt da Coll, was er an den am Standort Ruprechtshofen gefertigten Instrumenten schätzt.

Entwicklung gemeinsam mit Musikschaffenden

Seit 2012 produziert Schagerl auch Schlagwerk, der Exportanteil beträgt mehr als 90 Prozent. „Die Drums von Manuel da Coll sind, so wie die meisten unserer Instrumente, speziell nach Kundenwunsch gefertigt“, erzählt Abteilungsleiter Lechner.

Da Coll verrät, dass man bereits an einer „Weltpremiere“ arbeite: an einer Bassdrum, deren Frontteil aus einem Tubatrichter besteht.

Der enge Kontakt zwischen Lechner – gleichzeitig Obmann des Kulturvereins Beserlpark, der das Beserlpark-Festival veranstaltet – und da Coll hat auch zum bevorstehenden Auftritt in Mank geführt. Lechner:

„Während eines Besuchs habe ich ihm den Beserlpark gezeigt. ‚LaBrassBanda‘ ist eigentlich eine Band, die jenseits unseres Budgets liegt, aber nach monatelangen Verhandlungen haben wir es geschafft.“ Und da Coll selbst freut sich bereits auf das Konzert im Beserlpark, es müssten nicht immer große Bühnen sein: „Das sind oft die schönsten Shows. Und wenn‘s gutes Essen und nette Leute gibt und das Bier gut ist, steht einer guten Show sowieso nichts im Weg.“