Aufreger um Jäger in Ortsgebiet: „Er setzte Flinte an“. Leibenerin verjagte Mann, der mit Gewehr und totem Hasen durch Wohnsiedlung streifte. Sie warnte auf Facebook vor dem Jäger, der Gemeinde war Vorfall nicht bekannt.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 13. Januar 2019 (04:00)
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Symbolbild

„Ich dachte, ich seh‘ nicht recht“, kann es eine Leibenerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, immer noch nicht fassen. Vor Weihnachten entdeckte sie – keine fünfzehn Meter von ihrem Eigenheim in der Alpenblick-Siedlung entfernt – einen Jäger samt Flinte.

„Einen toten Hasen hatte er auch dabei“, erzählt sie. Als er schließlich das Gewehr ansetzte, platze der Leibenerin der Kragen. „Man kann doch nicht in einer Wohnsiedlung schießen. Nicht auszudenken, was da passieren kann“, schüttelt sie den Kopf. Kurzerhand forderte sie den Jäger auf, das Wohngebiet zu verlassen. Das tat er auch – die Aufregung der Leibenerin konnte er laut ihren Erzählungen aber gar nicht nachvollziehen: „Ehe er verschwand, merkte er nur lapidar an, dass er eh nicht in meine Richtung schieße.“

Während die Frau in einem Facebook-Posting ihre Erlebnisse schilderte, hörten weder Bezirksjägermeister Bernhard Egger noch Leibens SP-Bürgermeisterin Gerlinde Schwarz von dem Vorfall in der Alpenblick-Siedlung. „Die Gemeinde wurde darüber nicht verständigt. Ganz klar, ein Jäger hat im Siedlungsgebiet nichts verloren“, meint die Ortschefin gegenüber der NÖN.