Ybbs: Blick in die Stadthalle. Die NÖN sah sich auf der der Baustelle der Stadthalle um. Arbeiten liegen im Zeitplan.

Von Markus Glück. Erstellt am 02. Dezember 2020 (03:25)
Endspurt heißt es derzeit bei den Bauarbeiten der Ybbser Stadthalle entlang der Donaulände.
zVg

Es war ein jahrelanger Prozess, der auch mit viel Diskussionen im Gemeinderat verbunden war. Anfang Jänner feiert die Stadthalle Ybbs, coronabedingt wird die offizielle Eröffnungsfeier nachgeholt, ihre Eröffnung. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 8,8 Millionen Euro, eine Höchstgrenze, die laut SP-Bürgermeister Alois Schroll auch eingehalten wird: „Die Stadthalle liegt derzeit voll im Budgetplan.“

Beim NÖN-Lokalaugenschein in der fast fertigen Stadthalle zeigte sich nicht nur das moderne neue Bild des Veranstaltungszentrums, sondern auch, dass die Arbeiten trotz Corona im Zeitplan liegen. Für Totalunternehmer Thomas Pöchhacker liegt das Geheimnis ‚Zeitplan trotz Covid-Pandemie‘ auch am Thema Großbaustelle: „Wir hatten immer genug Platz für alle Handwerker und kein Problem Sicherheitsabstände einzuhalten. Ein Großteil der Arbeiten fand zudem im Freien statt.“

Insgesamt waren seit den Abbrucharbeiten im August 2019 täglich bis zu 40 Arbeiter auf der Baustelle, die rund 45.000 Arbeitsstunden absolvierten. Froh sind alle, dass die Arbeiten unfallfrei durchgezogen wurden.

Traurig sind die Verantwortlichen darüber, dass es am 9. Jänner kein großes Opening für die neue Stadthalle geben wird – genau 56 Jahre nach der Eröffnung der ersten Stadthalle, sollte die zweite folgen. Ein „Soft-Opening“ nur für VIP-Gäste wird es laut Schroll aber nicht geben: „Die Stadthalle gehört den Ybbsern und so findet auch ausschließlich eine Eröffnung mit allen statt. Ich hoffe, dass dies bald passieren kann.“

Verstärkte Bewerbung für neue Stadthalle

Läuft wieder alles normal, geht es dann auch darum, mehr Veranstaltungen in die Stadthalle zu locken. Gelingen soll dies mit aktiver Bewerbung und unterschiedlichen Werbekampagnen. Eine attraktive Homepage sowie Direktakquise und Werbung auf Messen soll dabei helfen.

Die Sanierung erst möglich gemacht hat die im April 2019 erfolgte Vertragsverlängerung bis 2030 mit der Sicherheitsakademie. Mit der Eröffnung der Stadthalle erhält auch die Polizeischule rund 200 m² mehr an Nutzfläche. Insgesamt stehen vier Lehrsäle sowie Umkleideräume samt Duschen zur Verfügung.

Die vier Lehrsäle sind auf dem neuesten technischen Stand und teilweise durch mobile Trennwände erweiterbar. „Für uns bedeutet es eine Erhöhung der Ausbildungskapazität sowie mehr Flexibilität und Qualität in der Ausbildung“, erzählt Akademie-Leiter Gerhard Liebmann. Die offizielle Übergabe erfolgt Mitte Dezember.