Fenster statt Lärmschutzwand: Unterschrift fehlt für Tausch

Erstellt am 18. Mai 2022 | 05:37
Lesezeit: 2 Min
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Der Zugverkehr entlang der Westbahnstrecke steigt. Bei der Gemeinde rechnet Bürgermeister Thomas Vasku mit dem Tausch von rund 360 Fenstern und Türen.
Foto: Foto: ÖBB/Philipp Horak
Nur mehr ÖBB muss Sanktus für neue Lärmschutz-Aktion in Loosdorf geben.

Der stetig steigende Verkehr auf der Westbahnstrecke plagt Anrainer und die Marktgemeinde Loosdorf. Um die Situation zu verbessern, beschloss der Gemeinderat, bereits im Herbst, künftig anstelle von teuren Lärmschutzwänden einen neuen Weg einzuschlagen und stattdessen auf Lärmschutzfenster zu setzen. Nach Einholung eines Gutachtens und Empfehlungen der ÖBB beschloss der Gemeinderat damals, alle Objekte, die nach 1991 erbaut wurden, gemeinsam mit ÖBB und Land NÖ mit einer Förderung zu unterstützen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung landete die Vertragsunterfertigung abermals auf der Tagesordnung. „Das Projekt läuft, wir warten nur noch auf die Unterschrift der ÖBB, danach gilt die Förderung für sechs Jahre“, erklärt Loosdorfs Bürgermeister Thomas Vasku (SPÖ). Wer gefördert wird und wie hoch diese Förderung ist, lässt sich laut Vasku aber nicht pauschal sagen. „Es gibt ein Fördermodell, an das wir uns halten müssen. Die Förderung kann dabei von einem bis 100 Prozent reichen“, meint Vasku. Auch warum der Tausch erst bei Bauten ab 1991 gilt, ist Vorgabe durch die Förderungsrichtlinie. Der Antrag zum Tausch kann am Gemeindeamt gestellt werden, danach prüft ein Sachverständiger jeden einzelnen Fall. Vasku geht von einem Tausch bei rund 360 Fenstern und Türen aus.

Die Kosten belaufen sich auf zumindest 600.000 Euro.

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