Gefahr in Verzug: Lkw-Fahrer fuhr in Schlangenlinie. Ein mit hochentzündlicher Flüssigkeit beladener Lkw fiel Beamten der Landesverkehrsabteilung auf der A1 bei Loosdorf auf. Der Fahrer kam ständig von der Straße ab. Bei der Kontrolle wurde eine massive Übermüdung festgestellt. Ihm ist der Führerschein vorläufig abgenommen worden.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 22. Mai 2020 (13:49)
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Bedienstete der Landesverkehrsabteilung, Fachbereich Gefahrgut, hielten ein als Gefahrguttransport deklariertes rumänisches Sattelkraftfahrzeug (beladen mit 22 Tonnen hochentzündlicher Flüssigkeit) auf der A 1, Fahrtrichtung Linz, im Gemeindegebiet von Loosdorf aufgrund einer auffälligen Fahrweise (ständiges Abkommen auf den Pannenstreifen) an. 

Bei der Lenker- und Fahrzeugkontrolle konnte bei dem Mann, ein 44-jähriger türkischer Staatsbürger, eine massive Übermüdung festgestellt werden. Eine Auswertung des Tachografen ergab, dass der Lenker am 19. Mai 2020, in den frühen Abendstunden, das Fahrzeug an der türkisch/bulgarischen Grenze übernommen hatte und die Strecke bis zur Anhaltung (rund 1500 km), bis auf einige Pausen im Ausmaß von nicht mehr als einer Stunde, durchgefahren war. 

Der 44-Jährige dürfte auch die Fahrerkarte mehrmals aus dem Kontrollgerät entnommen haben, um die Nichteinhaltung der Mindestruhezeiten zu verschleiern. 

Dem Fahrzeuglenker wurde der Führerschein wegen Übermüdung vorläufig abgenommen und es wurde eine vorläufige Sicherheit eingehoben. Die Weiterfahrt wurde im erst nach dem Einlegen einer ordnungsgemäßen Ruhezeit gestattet.  Eine Anzeige bei der  zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde und der Staatsanwaltschaft St. Pölten folgte.