Loosdorf

Erstellt am 14. Dezember 2018, 04:00

von Denise Schweiger

Pendler-Ärger: Das Warten geht weiter. Berufspendler David Erber wünscht sich eine bessere Anbindung von Loosdorf zum Flughafen Wien-Schwechat in den Morgenstunden. Neuer Fahrplan bringt keine Entlastung.

Gerald Burggraf  |  Gerald Burggraf

Über 110 Kilometer legt David Erber jeden Morgen zurück, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen: Der Ruprechtshofner pendelt vom Bahnhof Loosdorf zum Flughafen Wien-Schwechat. Um 4:50 fährt also täglich sein Zug in die Arbeit ab. Da Wartezeiten und Verspätungen auf dieser Strecke zum Pendler-Alltag gehören, wünscht sich Erber eine bessere Anbindung.
„Man schafft es zwar innerhalb von fünf Minuten vom Bahnsteig zum Terminal, aber der Weg bis dahin ist unsinnig kompliziert“, fordert er eine Änderung des Fahrplanes.

Nur mit Verspätung ist Anschlusszug erreichbar

Wie Erber berichtet, geht es sich etwa um vier Minuten nicht aus, dass Reisende den Anschlusszug in St. Pölten erwischen, um zum Flughafen Wien-Schwechat zu gelangen. Hat dieser allerdings ein paar Minuten Verspätung, erreichen die Pendler die Endstation eine halbe Stunde früher. „Da ich am Flughafen arbeite, weiß ich, dass sehr viele Flüge schon in den Morgenstunden abheben. Es ist außerdem für die Passagiere nicht zumutbar, mit einem Riesen-Gepäckstück umsteigen zu müssen“, argumentiert der Ruprechtshofner.

Mit dem Wunsch, schneller nach Wien zu gelangen, wurden die ÖBB bereits des Öfteren konfrontiert. Jetzt kann Pressesprecher Christopher Seif mit der jüngsten Fahrplanänderung Entwarnung geben. Jedenfalls bis zum Westbahnhof: „Die Haltezeit in St. Pölten beträgt jetzt nur mehr zwei Minuten, dadurch wurde die Zugverbindung maßgeblich beschleunigt“, erläutert Seif auf NÖN-Anfrage (mehr dazu auf Seite 6).

Die Umsteige-Problematik für Pendler in Richtung Flughafen bleibt aber ungelöst: „Für eine funktionierende Verbindung müsste der REX 1901 um rund zehn Minuten vorverlegt werden, was derzeit nicht möglich ist.“