Wahrer Run auf die Kindergruppe. Die Anmeldungen in Kindergruppe Loosdorf sind so hoch wie nie zuvor.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 16. April 2019 (03:30)
Horaczek
Kinder-Boom in der KiLo: Gabriella Frech, Ilvy, Carmen Dallinger, Julie, Daniel, Alexander, Riley, Ursula Achleitner und Noah (v. l.).

Das alte Schema, dass Frauen daheim bleiben, die Kinder betreuen und erst später wieder ins Berufsleben einsteigen, gibt es nur mehr selten. Heutzutage kehren Mütter schon sehr früh in die Arbeitswelt zurück. Auch, wenn ihre Kinder noch zu jung für den Kindergarten sind.

In Loosdorf hilft da die Kindergruppe aus. Das Konzept wird seit 1995 gut angenommen – fast zu gut. „Wir sind am Limit“, teilt KiLo-Leiterin Ursula Achleitner mit. Derzeit gehen 14 Kinder unter zweieinhalb Jahren in die Gruppe. 50 Kinder sind allgemein angemeldet, denn am Nachmittag werden hier auch Schüler und Kindergartenkinder betreut. Für Familien ist die KiLo eine gute Kombination mit Schule und Kindergarten. Hier werden die Kinder fast rund um die Uhr betreut – auch in den Ferien.

„Wir haben ein sehr flexibles Zeitmodell, damit sich Eltern nicht stressen müssen. Ich weiß, wie wichtig es ist, dass auch die Mütter früh arbeiten gehen“, sagt Achleitner. Doch so wie es aussieht, muss bald ein Um- oder Zubau stattfinden. Denn wenn die Nachfrage weiter so bleibt, droht eine Warteliste. Und das will SP-Bürgermeister Thomas Vasku verhindern. „Die Zahl der Anmeldungen hat sich verdoppelt. Wir müssen rasch nach Alternativen suchen. Ich will, dass das Angebot für unsere berufstätigen Frauen weiterhin möglich ist“, stellt er klar.

Im Zuge des Schulumbaus wird auch für die KiLo Platz gemacht, damit zumindest die älteren Kinder dort untergebracht sind. Ab Herbst bekommt die Einrichtung einen Raum dazu: Die im Haus untergebrachte Kindergartengruppe zieht dann in den neuen Kindergarten.