Möbelhaus wird zu Betreutem Wohnen. Traditionsgeschäft weicht sozialer Einrichtung. Ende 2020 sollen bereits 15 barrierefreie Wohnungen zur Verfügung stehen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 16. Juli 2019 (05:01)
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Unter Dach und Fach: Architekt Johann Grubmüller, SP-Bürgermeister Toni Gruber, Margarethe und Johann Grubmüller (v. l.).

Mit seinen drei Stockwerken ist der Möbeltischler Grubmüller seit vielen Jahren ein Blickfang entlang der Donau. Nun bekommt das Marbacher Möbelhaus eine neue Bestimmung: Aus dem Traditionsgeschäft wird eine Betreute Wohnhausanlage.

„Bereits vor vielen Jahren wurde in der Gemeinde der Wunsch nach einer Betreuungsreinrichtung laut. Geeignete Bauflächen zu finden oder geeignete Immobilien anzukaufen, gestaltete sich aber als nicht einfach“, berichtet SP-Bürgermeister Anton Gruber.

Da sich für die Fortführung des Möbelhauses bislang kein Nachfolger fand, kam der Ortschef mit der Familie Grubmüller ins Gespräch. Bis man sich einig wurde, dauerte es. „So eine Entscheidung trifft man ja auch nicht leichtfertig.“ Die Familie Grubmüller hat den Beschluss gefasst, das Möbelhaus für das soziale Projekt zur Verfügung zu stellen.

15 barrierefreie Wohnungen

„Nach sehr konstruktiven Gesprächen mit den Grubmüllers und dem zukünftigen Bauträger ‚Südraum‘ konnten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden“, informiert der Bürgermeister. Architekt Johann Grubmüller ist bereits mit der Planung beauftragt. Der Baustart des Projekts ist für 2020 angesetzt. Insgesamt 15 barrierefreie Wohnungen sollen zukünftig in Marbach zur Verfügung stehen. „Mit diesem Projekt schaffen wir es, dass auch ältere Menschen unserer Gemeinde ihre vertraute Umgebung nicht verlassen müssen“, freut sich Gruber.