Bäume gefällt – und es fallen noch mehr. Aufgrund von Gefahr in Verzug mussten Birken weichen. Mehr kranke Bäume werden folgen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 15. Oktober 2019 (03:28)

Nach über 30 Jahren aus dem Ortsbild verschwunden: Mehrere Birken am Spielplatz in der Dorfnerstraße wurden vergangene Woche gefällt. Der Aufschrei darüber war auch in den sozialen Medien groß. „Ich gehe viermal am Tag dort mit dem Hund. Um diese wunderschönen Bäume ist einfach ewig schade“, machte eine Melkerin ihrem Unmut auf Facebook Luft.

Laut VP-Bürgermeister Patrick Strobl war die Abholzung allerdings unausweichlich. Ausgrabungen für Wasser- und Kanalleitungen hätten die Wurzeln so beschädigt, dass die Stabilität der alten Bäume gefährdet war. „Eine Aufforstung steht aber natürlich auf dem Plan – und zwar werden für jeden gefällten Baum gleich zwei neue gepflanzt“, gibt der Stadtchef Entwarnung.

„Eine Aufforstung steht aber natürlich auf dem Plan – und zwar werden für jeden gefällten Baum gleich zwei neue gepflanzt.“ Patrick Strobl, VP-Stadtchef

Damit sind aber nicht die letzten Bäume in der nächsten Zeit in Melk gefallen. Eigentlich hätte die Stadt einen „Spielwald“ zwischen der Hans-Gansch-Straße und der Fürnbergstraße geplant – doch im Zuge der Arbeiten für den neuen Fußweg kam zutage, dass viele Bäume dort krank sind. „Hier entsteht ein öffentlicher Weg, zudem schwebt uns ein Spielplatz für Kinder vor. Wir müssen handeln“, berichtet der Bürgermeister gegenüber der NÖN. Strobl betont, dass auch hier eine Wiederaufforstung vorgesehen sei.

Bis die Bäume allerdings wieder als Schattenspender dienen können, wird es Jahre dauern. Aus diesem Grund feilt der Bürgermeister bereits an einer neuen Idee für den „Spielewald“. „Wir sind schon in Gesprächen, eventuell lässt sich in der Nähe der Schanzstraße etwas realisieren.“